07.02. die letzten 600 km😊

bevor ich die letzten 600 km in Angriff nehmen kann, war die Frage, wie komme ich nach Lake Tacapo und wie lange brauche ich für die ca. 240 km. Ich surfte gestern Abend noch ein bisschen und fand eine Direktverbindung zwischen Christchurch und Lake Tacapo. Der Bus würde mich innerhalb von 4 Stunden bequem, sicher,entspannt und ohne umsteigen dorthin bringen. Ich würde auch nicht ewig in der Sonne oder Regnen auf einen Hitsch warten müssen und buchte noch schnell ein Ticket und konnte den Abend sorgenfrei ausklingen lassen. Das Geld war gut investiert 👍. Der Trip über Christchurch und wieder zurück erwies sich als besonderer Schachzug meiner Planung. Zwischen Arthur Pass und Lake Tecapo hörte der Trail zweimal einfach in der Wildnis auf. Der Grund, durch ein größeres Gebiet schlängelten sich zwei riesige und breiter Flüsse, die für alle Hiker, sollten sie es dennoch probieren, ein sehr hohe Gefahr für Leib und Seele darstellten. Ich wollte auf keinen Fall diese Herausforderung annehmen. Bereits auf der Nordinsel hatte mich diese Situation beschäftigt und ich grübelte nach einer Lösung. In der Hiker Community schwebten zwei Vorschläge, der eine war, man umgeht dieses Gebiet einfach, benötigt aber dafür drei Tage mehr, oder man organisiert einen Shuttlebus, mit dem man diese zwei Flüsse umfahren konnte und bezahlt 180 NL Dollar und spart sich drei Tage. Ich hätte nicht gewusst, ob ich das alles auf englisch organisieren können. 8:30 Uhr stieg ich demzufolge in einen Fernbus ein und setzte mich neben eine junge kanadische Frau. Sie hieß Julia, 25 Jahre, Ernährungsberaterin und hat einen chinesischen Freund. Ich glaube, wir quetschten fast die ganze Fahrt. 12:30 Uhr verließen wir den Bus und zum Abschied gab es ein Foto und gemeinsames Kaffeetrinken😊. In Christchurch hatte ich bereits genügend Essen eingekauft und konnte mich mit dem schweren Rucksack auf die Strecke machen. Mir schwebten noch ca. 15-20 km vor um dann irgendwo ein Plätzchen für das Zelt zu finden. Ein starker Wind blies heftig von der Seite und die Sonne knallte unbarmherzig auf den Asphalt. Nach 3,5 Stunden, immer an einem großen langweiligen Kanal entlang, verlor ich den Biss und schaute nach einer Alternative. In der Ferne sah ich bereits den Higway und hoffte auf einen kleinen Hitsch, um diesen Kanal zu umgehen. Ein junger Kerl hielt auch zu gleich an, machte in seinem übervollen Auto, Ski, Skateboard, Kletterausrüstung, Mountainbike und Essensreste für mich Platz und düsten nach Twizel, ein kleines Städtchen wunderbar gelegen. Als ich im Restaurant ein Bier trank, gesellte sich Maik, ein junger deutscher Hiker aus Sachsen Anhalt zu mir und er erzählte mir seine Geschichten vom Trail. Ich muss schon sagen, ein total verrückter Typ. Ein Kerl wie ein Baum, trägt einen riesigen schweren Rucksack, hatte in den Bergen einen Helikopter Hitsch gemacht, normalerweise macht man das ja per Auto und begnügt sich mit 20 km per Tag. Nach dem Burger Essen suchte ich den Campingplatz auf um gediegen den Tag ausklingen zu lassen. Gute Nacht 🐻

das Busticket ist Save
die kanadische Julia
in ab geht es auf die Reise
wird bestimmt langweilig
das Blaue ist keine Straße 👍
toll eintönig
Maik, verrückt
Twizel

2 Kommentare zu „07.02. die letzten 600 km😊

  1. Hey Udo,

    ach, sooo verrückt bin ich gar nicht! Und ja: ich bin hier schon per Anhalter Polizeiauto (mit Weed im Rucksack) und mit einem Hochzeitspaar zurück von Earnslaw Burn per Anhalter gefahren/geflogen. Ich hab leider (noch?) keinen Blog, aber auf Insta sieht man die Highlights (und ich hatte bereits ne Menge: mache TA NoBo plus alle Great Walks und ein bisschen extra wie Cascade Sadddle oder Mueller Hut)… mountaineermaik für die, die Beweise wollen! Hatten wir zwei nicht noch ein Selfie? Das brauche ich!…

    Liebe Grüße,

    Maik „Man on a Mission“…

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    1. Hallo Maik, ein bisschen verrückt musst du schon sein 😊. Deine Historie hat mich beeindruckt. Hoffe du verlierst nicht deine Motivation. Dann schick mir mal deine WhatsApp für die Bilder

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