16.07 alles geht mal zu Ende

Während des Frühstücks wandelten meine Gedanken und Gefühle natürlich noch auf den Spuren der letzten Monate. Aber was war heute anders? Wie so oft stand ein Hitsch in eine Stadt, heute Calgary an. Mir wurde allmählich klar, dass dieser Stopp nicht für den Einkauf galt, sondern der erste Teil meiner Heimreise bedeutete. Zuvor schaute ich mir das alte Fort Macleod, ein Museum an.

Fort Macleod
Zeigt die Geschichte der berittenen Polizei und den Kampf gegen den illegalen Whiskyhandel.

Dann tauchte ich endgültig in die Zivilisation ein. Die 150 km bis Calgary konnte ich in zwei Stunden in einem Ritt bewältigen. Wieder einmal nahm mich ein sehr sportlicher junger Mann ohne Bedenken mit. Die Gespräche tangierten die Fußball WM, seine sportlichen Aktivitäten und seine Tätigkeit als Sozialpädagoge. Er hatte es vorwiegend mit Menschen zu tun, die durch Alkohol oder Drogen in eine permanente Abhängigkeit gerieten. Selbst mit seiner professionellen Unterstützung schafften es die Wenigsten zurück ins normale Leben. Bin ich eigentlich nicht auch irgendwie süchtig? Oder was und warum treibt es mich jedes Jahr in ein wildes und beeindruckendes Abenteuer? Kann mir da geholfen werden? Dieser Mix aus Weitwanderung und des sozialen Engagement (NCL Stiftung) bedeutete für mich eine größere Herausforderung mit einer unglaublichen Reichweite.

NDas meine erfolgreiche Spendenaktion in Verbindung mit dem Trail kein Selbstläufer war, habe ich auch liebe netten Menschen zu verdanken, wie zB. Katja und der gesamten Belegschaft vom Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung an der Universität Leipzig, welche mich bereits auf meinem Appalachian Trail 2025 so begeistert unterstützten. Nicht nur, dass sie mich täglich per Blog verfolgten, sondern auch mit mir regelrecht liebevoll litten, genauso sich über tolle Erlebnisse freuten und sicherlich vom vielen Daumendrücken oft blaue Finger bekamen, zeigt ihr Engagement für die Mission, „Hilfe für an Demenz erkrankten Kindern“ wider. Also großen Hikerdank an Katja und dem Paul Flechsig Institut🐻.

11:00 Uhr konnte ich das zweite Frühstück bereits in Calgary genießen. Da mein Flieger erst morgen früh nach Montreal flog, hatte ich genügend Zeit für eine langweilige Shoppingtour. Am frühen Nachmittag kam ich dann auf dem Flughafen an, schlenderte von Cafe zu Café, richtete mir auf den Sitzen mein Nachtlager ein und hoffte, dass die Stunden bis zum Einchecken wie im Flug vergehen.

Der Flug war kurzweilig und die gemeinsamen Tage in Montreal, mit Denise und ihrem Freund, waren sehr angenehm und lustig. Über meinen raubtierartigen Hunger waren Beide sehr überrascht. Sie zeigten aber viel Verständnis 😊.

drei Stück für mich
Wiedersehen nach langer Zeit

Im meinem Kopf ging der Flug nach Deutschland am Sonntag dem 19.07, aber hier zeigte sich mal wieder, dass meine Einordnung von Ort und Zeit noch nicht ganz stimmten. Ich durfte aber noch einen Tag bleiben und am Montag den 20.07 flog ich ohne Komplikationen nach Frankfurt. Sogar mein Zug nach Leipzig kam pünktlich an. Am 18.07 2026 14:00 Uhr endete unwiderruflich das Abenteuer Continental Divide Trail, von der mexikanischen bis zur kanadischen Grenze 🐻💫

bin wieder zu Hause

Meine Spendenaktion läuft noch bis zum 31.08. ! Ich und vorallem die NCL-Stiftung freut sich über jede Unterstützung.

https://www.ncl-stiftung.de/helfen/engagement/Spendenaktion/?cfd=le2nu

( Bitte etwas länger auf den Link drücken)

Euer Truewood

ein warmherziges Dankeschön von der NCL-Stiftung

Euer Truewood🐻

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