GLACIER PARK
Report Details Fatal Glacier Park Grizzly Bear Attack
An interagency review concluded that Anthony Pollio, a 33-year-old solo hiker from Florida, was killed on May 3 after he surprised an adult male grizzly bear while descending the Mount Brown Lookout trail, likely in darkness.
Leider war das nicht der einzige tödliche Fall im Glacier NP in diesem Jahr. Hatten wir gestern nur Glück, nein nicht nur. Wir hatten alle Verhaltensregeln beachtet, was aber keine 100% Sicherheit bedeutete. Die Nacht auf dem Zeltplatz war sehr ruhig und es schien auch nicht so, als ob zur nächtlichen Stunde ein Bär nach Essen Ausschau gehalten hätte. Für den heutigen Tag hoben wir unsere Aufmerksamkeitspegel auf ein höheres Level. Erst als wir die Baumgrenze erreichten, waren Augen und Ohren wieder frei für die umwerfenden Naturerscheinungen.


Auf dem Weg zum Triple Devid Pass( 2248 m) musste Marshall mehrmals seine neuen Schuhe für seine Füße zurechtschneiden 😊. Hier ein Stück und dort ein bisschen weg. Danach sahen sie so aus, als hätte er damit schon 634 km zurückgelegt 👍. Er hatte sie nicht lange genug eingelaufen. Auf den 5 km bis zum Pass querten wir 8 kleinere Flüsschen, welche alle nach Westen abflossen. Der Trail läuft ja entlang der Continentalen Wasserscheide, Flüsse fließen hier in westliche als auch östliche Regionen ab.

Schnell waren wir auf dem Pass und gönnten uns eine Auszeit.
Jetzt hieß es 19 km bis zum St. Mary Trail hinablaufen um dann zu entscheiden, ob wir den gesperrten Weg oder doch nach St. Mary laufen.


Geschwind sausten wir den recht steilen Weg hinab ins Tal, ähnlich wie gestern, aber ein Treffen mit der Familie „Bär“ blieb uns erspart. Bis jetzt kenne ich über den gesamten Trail hinweg nur eine kleine Persönlichkeit ( von Kinderdemenz betroffen) die sich sehr über ein Treffen mit einem Bär gefreut hat und ihn sogar in die Arme nehmen durfte. Nun sind sie im täglichen Leben auch echte Freunde geworden🐻.
Hier das Treffen:
Liebe ☀️…..
heute möchte ich für dich einen kleinen Udo Bär von New Mexiko zu dir nach Hause losschicken. Du musst nur noch ein paar Tage warten, denn der Weg von meinem Trail zu dir nach Hause ist schon sehr lang.
Der kleine Udo Bär 🐻 ist schon sehr groß, richtig stark und möchte auch gerne mit dir jeden Tag kuscheln. Du besitzt natürlich auch diese Eigenschaften, aber er würde sich freuen, wenn ihr zukünftig richtige Freunde werdet, gemeinsam durch das schöne Leben stapft und alle schönen und schwierige Momente miteinander meistert. Du weißt, richtige Freunde sind immer für einander da. Und wenn du einmal traurig sein solltest, dann kann der kleine Udo Bär 🐻dir bestimmt viele lustige Geschichten aus der Wildnis erzählen und die Sonne wird wieder über euch scheinen ☀️und die Sterne werden dich liebe ☀️….. und klein Udo Bär 🐻 in der Nacht beschützen.
Mir kannst du dann erzählen, ob ihr richtig Freunde geworden seid. Liebe Hikergrüsse vom schon großen Udo Bär 🐻
Die Antwort:
Lieber Udo, Deinen Berichten zufolge hast Du schon über 1000 km zurückgelegt – Wahnsinn! Wir hoffen, dass es Dir dabei zumindest im Großen und Ganzen gut geht!
Gestern haben wir ein Paket 📦 ausgepackt.☀️……hat den Udo Bären gleich ins Herz geschlossen! Was für eine schöne & herzliche Geste von Dir – VIELEN DANK!

Meine lieben treuen Traillower, Freunde und Unterstützer meiner Spendenaktion, ihr alle tragt dazu bei das Leben der an Demenz erkrankten Kinder erträglicher zu gestalten und wir hoffen alle, dass eines Tages sogar ein entsprechendes Medikament gegen diese heimtückische Krankheit entwickelt und eingesetzt werden kann☀️. Von den steinigen Gipfel hinab ins bewaldete Tal schloss sich nun ein langer vom Feuer heimgesuchter Abschnitt an. Die vielen verbrannten und abgestorbenen Bäume verbreiteten ein düsteres Gefühl und die Landschaft erstarrte in ihren Schatten.




Ab dem St. Mary Trail änderte es sich wieder ein wenig. Entlang des Flusses wuchs die Vegetation wieder üppiger und vielfältiger und der Spaß am Wandern kam zurück. Wir überlegten nun, ob wir es wagen sollten, den noch gesperrten Weg zu laufen, oder doch kein Risiko einzugehen und entschieden uns für das geringere Risiko. Außerdem wäre das heutige Ziel eine kleines Städtchen, mit all seinen Annehmlichkeiten 😊. Die Brücke protestierte zwar mit wackligen Argumenten, ließ uns aber mürrisch gewähren.

Auf der anderen Seite lud uns der Fluss höflich ein doch etwas länger zu verbleiben, um sein glasklares Wasser zu testen. Es war sensationell arschkalt 😲

Danach spürten wir für kurze Zeit keine Wehwehchen und andere Anhängsel mehr 😊. 15:00 Uhr, nach schnellen 35 km erreichten wir den Eingang des Nationalparks und wechselten dort nochmals die Zeltplätze für die nächsten zwei Tage. Wir mussten heute, spätestens morgen eine größere Strecke hitschen, um den gesperrten Weg zu umgehen. Wir stellten uns erfolglos ( das erste Mal) an die Straße, niemand hielt an, so dass wir es vorzogen auf dem gegenüberliegenden Zeltplatz zu übernachten.

Zeltaufbau war Routine, der anschließend Besuch der Pizzeria nicht. Es mussten die größten Pizzen sein, geschafft haben wir nur die Hälfte ☹️. Dann ist der Rest eben für morgen. Ich bekam noch Besuch von einem deutschen Hiker, der einige Informationen über den Trail in Richtung Süden sammelte und ein anderer Camper bot uns an, uns morgen früh zum Traileinstieg zu fahren👍. So hatten wir einen gelungenen Tagesabschluss. Gute Nacht, eure großer Udo Bär 🐻.
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