03.-04.07 ein patriotischer Tag

Gegen Abend hatte ich mir noch die Altstadt angeschaut und ließ mich von den Düften, die aus den verschiedensten Restaurants nach draußen drangen regelrecht verführen. Meine Wahl fiel auf eine Pizza.

europäisch angehaucht

Am 12.06 hatte ich das letzte Mal in einem Bett geschlafen 😲. Das nenne ich gelebten Trailalltag. Zwei Dinge wollte ich gleich am Morgen erledigen: 1. in einer deutschen Bäckerei frühstücken, und der Kuchen war soo lecker. 2. ich hatte gestern Abend noch meine Zeltunterlage zum trocknen aufgehängt, zwei Stunden später war sie nicht mehr aufzufinden 😲, also musste ich mir eine Neue kaufen.

zeugt vom Goldrausch

Ich durchstöberte einige nette Shops, verschlang sicherlich 5 Kugeln Eis, machte sogar Mittagsschlaf und begrüßte Serra, die gerade eincheckte. Zum Abendessen suchte ich mir ein Restaurant mit Fußballübertragung aus und bereitete mich mental auf den morgigen Nationalfeiertag vor. Im Centennial Park sollte ja eine große Veranstaltung stattfinden. Gute Nacht 🐻

04.07

Zum Frühstück zog es mich wieder in die deutsche Bäckerei. Vollgefuttert schlenderte ich dann über den Farmer Markt und schüttelte des öfteren meinen Kopf, was da alles an Kitsch angeboten wurde. Dann war’s aber auch Zeit mich in Richtung des Centennial Park zu bewegen. Viele Familien und Veteranen hatten sich bereits auf der großen Wiese eingefunden um diesen besonderen Tag nicht zu verpassen. Nach der Ansprache eines Vertreters der Stadt und das vorsingen der Nationalhymne der USA wurde eine riesige Flagge gehisst. Und ich muss sagen, es war für mich eine Ehre dabei gewesen zu sein. Ich beobachtete den ausgestrahlten Patriotismus und Stolz der Anwesenden. Bei der Nationalhymne standen alle auf und legten die rechte Hand auf ihre Herzen. Da kann ich nur sagen, armes Deutschland , wo ist unser Patriotismus und der Stolz auf unsere Nation geblieben. Jeder von uns braucht doch eine nationale Zugehörigkeit und Identität, die sich unter einer Flagge vereinen, damit meine ich nicht das Regenbogenfähnchen ! ! Viele kleidenden sich in den Nationalfarben und präsentieren sich selbstbewusst den Besuchern.

Einstimmung durch die native Ureinwohner

Nach der ganzen Zeremonie strömten alle zu den Versorgungsständen, um die kostenlosen Getränke und Hotdogs entgegenzunehmen. Als Hiker konnte ich mich da natürlich nicht zurückhalten 😏. Auch hier begeisterten mich wieder die vielen kleinen Kinder mit ihre Unbekümmertheit und Natürlichkeit und wünschte ihnen in meinen Gedanken eine gesunde und erfüllende Zukunft. Im Anschluss kehrte ich über Umwege ins Hotel zurück und vergrub mich bis zum späten Nachmittag in mein Bett. Zur Ruhe kam ich leider nicht so recht, da ich mich nicht festlegen wollte und konnte, welchen weiteren Verlauf ich bis zur kanadischen Grenze wählen sollte. Das änderte sich auch nicht, als die ersten SOBO Hiker hier im Hotel eintrafen und uns ihre Erfahrungen mitteilten. Sie verwirrten mich nun noch mehr statt mich in meiner Entscheidung zu bestätigen. Zum abschließenden Feuerwerk, zum 250 jährigen Jubiläum hatten ich keine Lust zu gehen und packt lieber meine Klamotten für morgen zusammen.

Gute Nacht 🌙

Euer Truewood 🐻

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