in der Nacht gewittert es, was sich in dem sehr nahen und lautstarken Donner hören konnte. Ich stelle mir die Frage, wo bleiben die Blitzeinschläge und der intensive Regen? Fand ich schon ungewöhnlich. Ich lag mit meinem Zelt im Schatten einer Wasserstelle und vieler halbwüchsigen Tannen, dadurch war alles über die Nacht hinweg feucht und klamm, was zwar unangenehm ist, aber immerhin ein natürlicher Zustand. Das Positive, ich getraute mir eine halbe Stunde später aufzustehen. Um das Anziehen der feuchten Klamotten erträglicher zu gestalten, packe ich sie vor dem Frühstück immer in den warmen Schlafsack😊.

Es gab heute nichts Besonderes was ich erwarteten wollte, zu sehr glich der heutige Weg dem gestrigen und ich war mir sicher, dass ich heute Abend nicht weiß, was ich schreiben sollte. Mein Plan war ca. 40 Kilometer zu laufen, um meinen klapprigen Körper frühzeitiger auf die Matte zu bringen. Es ging über blühende Wiese, durch grüne Wälder aber auch über Stock und Stein.

Nach der angenehmen Mittagspause tauchten vereinzelte Schneelinsen auf dem Trail auf. Schnee hatte ich doch schon in meinem Kopf gestrichen 😲. Noch musste ich andere Entscheidungen treffende, so zB. gehe ich einen hügligen Waldweg entlang, oder bleibe ich auf dem Trail. Natürlich bleibe ich auf dem Trail, was ich schnell bereute. Leider kann ich nicht in die Glaskugel blicken. Der Weg war von unzähligen großen und kleinen umgefallenen Bäumen versperrt und kein Waldarbeiter hatte sie mit einer Motorsäge beseitigt. So musste ich mühsam und mit vielen blutigen Kratzern an den Unterschenkeln diese Hindernisse irgendwie überwinden. Dann reichte es mir und ich wich auf den Waldweg aus, welcher sich nach einigen Kilometern mit dem Trail kreuzte. Nun konnte ich ohne Hemmungen und Hindernissen bis zum heutigen Ziele laufen. Unterwegs traf ich noch auf einige Ausflügler, welche mir aber keine Snacks und Wasser reichten. War aber nicht so schlimm, da ich an einem neuen Hikerhaus, Baujahr2025 und ist auf der App noch nicht erfasst, regelrecht zum Trinken und Essen eingeladen wurde. In Kühlboxen waren Getränke und Proviant , Beim Proviant war ich mir nicht sicher, ob es wirklich für uns CDT Hiker war. Was sollte ich mit Eiern und Bratwürsten auch anfangen? Außerdem wusste ich nicht ob das für jemanden bestimmt war.

Ich entschloss mich hier lieber weiter auf dem Schotterweg zu bleiben, mit dem Nachteil, dass ich etwas mehr Kilometer laufe, aber nicht mehr auf umgefallene Bäume stoßen würde. Auch der zweite SUV stoppte, ließ mich auf dem Trockenen sitzen ☹️. Eine Frechheit 😠. Der zweite Grund auf dem Schotterweg zu bleiben, war, dass es am heutigen Ziel nur hier Wasser gab. Alle guten Dinge sind drei. Obwohl der dritte SUV erst vorbeifuhr und dann doch zurücksetzte. gab es noch die ersehnten Süßigkeiten und Wasser. Natürlich war ich happy und glaubte weiter an das Gute im Menschen. Irgendwann erreichte ich die wo es Wasserstelle. Es war mehr ein Sumpfgebiet mit exzellenten Wasser, aber mit Zelten schien es schlecht zu sein. Überall feuchter Boden und die Moskitos konnten es kaum erwarten Beute zu machen. Schnell verbarg ich mich in mein abgeschirmtes Zelt und verschob das Abendessen lieber nach hinten.

Also unterm Strich war der Tag jetzt nicht so besonders. Aber ja, solche gibt’s auch. Trotzdem kann ich sage, es hat unter dem Gesichtspunkt Spass gemacht , dass ich auch einige Hügelberge bewältigen musste die schon ganz schön knackig waren und Wasser Mangelware blieb 👍. Unterm Strich waren es heute 51 Kilometer und 1415 Höhenmeter.
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