19.06 – 20.06 Pause in Dillon

Wirklich ein schöner Campingplatz, mit netten Personal, Dusche und hilfsbereiten Personal. 08:00 Uhr trieb es mich in die Stadt um zu frühstücken und die Geschäfte zu durchstöbern.

davon müssen es unbedingt zwei sein

Genau neben dem Padagonien Store platzierte ich mich für einige Stunden in einem sehr schönen Café, schlürfte meinen Kaffee und verschlang die unterschiedlichsten Kuchensorten. 10:00 Uhr sollte das Sportgeschäft öffnen, aber ausgerechnet heute gab es einen Anlass dies nicht zu tun☹️. Eigentlich hoffte ich hier meine längst überfälligen alten Schuhe in neue zu tauschen. Dann muss ich es eben morgen versuchen. Ich setzte mich wieder ins Café, schrieb meinen Blog weiter und wartete auf meinen Friseurtermin gleich nebenan. Dazu hatte ich mich kurz entschlossen, um heute wenigstens eine sinnvolle Tat zu tun und meinen strubbeligen Haaren ein Ende zu setzen. Danach ging es durch die Geschäfte um doch nichts zu kaufen. Nach dem Mittagsschlaf 👍 war nur noch Eis schlecken und Abendessen angesagt. Mal schauen, ob ich morgen ein paar neue Schuhe bekomme.

Gute Nacht 🐻

20.06

ich wiederholte den gestrigen Tag. Nach dem Frühstück huschte ich nebenan in den Padagonien Shop um endlich neue Schuhe zu kaufen, aber die führen keine Schuhe ☹️. Was nun? In Dillon gab es noch einen Store, wo man Schuhe kaufen konnte, aber letztendlich waren es mehr Arbeitsschuhe und doppelt so schwer wie meine Trailrunner. Ich hatte mich etwas vorbereitet und entsprechend bei Amazon nachgeschaut. Nur mit der Bestellung tat ich mich alter Mann etwas schwer, so dass ich nochmals zurück zum Patsgonien Store ging und gemeinsam mit einer Verkäuferin das Geschäft über Amazon perfekt machte. Am 26.06 ist Liefertermin, aber wo bin ich überhaupt zu diesem Zeitpunkt ? Meine Wahl fiel auf Sula, da dieser Ort von Hikern als Resupply genutzt wurde. Bis dahin sind es 200 km und in 5 Tagen zu schaffen👍, Selbstüberschätzung eingerechnet 💪. Jetzt war ich auch wieder heiß auf den Trail und entscheid mich lieber heute zum Samstag zurück auf den Trail zu gehen. Außerdem sind samstags die Chancen größer einen Hitsch zu bekommen. Ich packte meine Klamotten, mein Zelt und vervollständigte meinen Proviant im Supermarkt. Ein Abschiedseis musste es ach noch sein😊. Trotz einsetzenden Regens lief ich zur Interstate um mein Glück zu versuchen ob mich jemand mitnimmt. Ich war noch nicht ganz drauf, hielt ein Auto mit drei jungen Frauen an und befreit mich vom Regen und langen Warten. Sie wollten nichts von mir 😉. War nicht so schlimm und nahmen mich bis zum Clark Canyon Lake mit. Nun stand ich alleine auf weiter Flur im Regen, mit geschenktem Essen in der Hand und wartete auf die nächste lustige Fahrt. Komisch, es war wieder eine Frau, sonst hab ich immer geschrieben, dass die Frauen kaum anhalten um mich einsteigen zu lassen. Sie würde mich mit zum Trail nehmen, es wäre kein Problem. Nach 15 Minuten bog sie links ab und ich dachte was ist denn jetzt los? Ich meinte aber, dass ist doch nicht der richtige Weg. Sie meinte, viele Hiker würden von der Lodge loslaufen, wo sie arbeitet. Ich zeigte ihr auf meiner App, wo ich auf den CDT einsteigen wolle. Sie drehte um und fuhr auf meiner Linie weiter. Sie wusste nicht, wie weit es bis dahin war, sonst hätte sie mich noch ohne Bedenken Bubis zum Einstieg gefahren. Um sie von der langen Fahrt abzulenken, und nicht auf die Idee komme mich vorher abzusetzen, quatsche ich ständig auf sie ein. Ein perfekter Plan von mir. Von der Gegend nach ihrer Lodge war sie begeistert, die hatte sie noch nie gesehen 😲, da sie immer nur bis zu der Lodge gefahren war. Sie hat sogar Deutsch in der Schule gelernt, aber alles vergessen. 17:00 Uhr erreichten wir den Traileinstig und ich beschlossen noch zwei Stunden zu laufen.

endlich

Wie vor zwei Tagen ging es hier jetzt wieder weiter an der Grenze zwischen Idaho und Montana und immer sachte bergauf.

Grenzbereich

Nach 7 Kilometer war der perfekte Ort, um an einer geschützten Wasserstelle mein Zelt aufzubauen.

gut getarnt

Jetzt packte ich das Essen aus, was die drei Frauen mir geschenkt hatten und ließ mir eine Art Fladenbrot schmecken. Eigentlich war es heute ne ganz runde Sache, die ich mir so nicht ganze vorgestellt hatte. Das es so unkompliziert ablaufen würde ist schon merkwürdig. Bin eben ein Sonntagskind 😊👍🐻.

Ich verstecke mich nun in meiner Villa, hoffe das meine Schuhe noch die 200 km freundlicherweise durchhalten ( waren bis jetzt wirklich meine treuesten Begleiter) und freue mich auf die nächsten Tage in der Wildnis.

Euer Truewood 🐻

Hinterlasse einen Kommentar