Da der Wind die ganze Nacht nicht nachgelassen hatte, habe ich bestimmt das Fluchen des Bären nicht gehört, der mit Sicherheit stinksauer war, dass ich das Fressen hoch in den Baum gehangen hatte😊. Ich hoffe, das ich das nicht jeden Abend machen muss und denke, dass in dem Bärengebieten immer sogenannte Bärboxen bereit stehen.

Auch der heutige Tag zeichnete sich besonders durch sein gnädiges Geländeprofil aus. Nach einer Stunde lief ich an einem noch schlafenden Hiker vorbei, dessen Spuren ich gestern so gedeutet hatte, dass er nur unwesentlich vor mir lag. Ab nun war ich wieder allein in der so gefährlichen Wildnis unterwegs. Aber im Auto scheint es ja noch gefährlicher zu sein 💪.
Endlich hatte ich mal wieder das Gefühl über den Weg zu schweben und das ließ mich die Anstrengung nicht so zu spüren. Es ist wirklich eine mentale Sache, die mich entweder ausbremsen ( Schneephobie) oder beflügeln ( gute Laune) kann. Dann noch die herrliche Weitsicht und die Gewissheit es schaffen zu können. Das kann natürlich morgen schon wieder anders aussehen ☹️.

Gleich zu Beginn des Tages durfte ich den ersten großen Anstieg meistern. Das ist immer ganz gut, da noch genügend Energie vorhanden ist.
Den Kiefernnadelgeruch sog ich wie eine Droge tief in mich hinein, ohne das ich heute die Orientierung verlor, aber lenkte etwas vom gestrigen Geschehen ab.

Immer mehr neue Blumen, vorwiegend in weißer und gelber Farbe markierten mittlerweile den Trail, oder machten sich uneingeschüchtert auf den weitläufigen Wiesen breit.


Zwischenzeitlich war ich der Meinung, dass ich heute keine Blogbeitrag schreiben werde, da er dem gestrigen sehr ähnelte. 14: Uhr kam ich an einem der wenigen Campingplätze vorbei, wo ich mich ins Trailbuch als erster Through- Hiker 2026 eintrug 😲.

Noch an einem schönen See vorbei und dann war war es mit der Herrlichkeit vorbei. Ein Feuer hatte vor vielen Jahren den Wald zerstört und die Natur hat es bis heute nicht geschafft diesen zu renaturierten. Obwohl es genügend Wasser gab, war die Lebensgrundlage für größere Tier zerstört. Der Wind pfiff ungebremst durch das Gebiet und ließ kein größeres Wachstum von Bäumen zu.

Es war heute sehr schwierig einen geeigneten Platz zu finden. An einem kleinen Wasserloch dachte ich es wäre perfekt, aber der Wind pfiff dann so stark hinein, dass ich auch heute Abend den Gaskocher lieber nicht benutzte.

Mit 45 Kilometer, 1677 Höhenmeter und 4343 kcal beendete ich den schönen Arbeitstag.
Gute Nacht
Euer zuversichtlicher Truewood🐻
Hinterlasse einen Kommentar