16.06 unglaublich, aber wahr

Bevor ich auf den Trail zurück gehe, gönnte ich mir noch ein kleines Frühstück, Zimtschnecke und einen leckeren Kaffee. In voller Zuversicht stellte ich meinen Rucksack ab und positionierte mich an einer günstigen Stelle, um schnell einen Hitsch zu bekommen.

wird der Tag gut beginnen?

Wie gestern früh fuhren unzählige Autos in die andere Richtung, um schnell in den Yellowstone NP zu kommen. In meine Richtung sah es eher Mau aus. Was ich nicht verstanden, ein junger Mann kam aus der entgegengesetzten Richtung und hielt an und fordere mich auf, an sein Wagen zu kommen. Schnell einigten wir uns, dass er mich zum Trail fährt. Sein Auto war mit Urlaubsausrüstung und einem großen Hund vollgeladen. Was mich irritierte, er saß mit offener Hose im Auto 😲. Dem schenkte ich allerdings keine Beachtung. Er arbeitet auf den Ölfeldern in Montana, sieben Tage die Woche und verdiene richtig gutes Geld. Wir tauschten uns über familiäre Dinge, Hobbys, und was ich so mache alles aus. Als ich ihm mein Alter nannte, wollte er es nicht wahrhaben, dass ich noch solche Wanderungen mache. Ich verstand, dass er mein T-Shirt sehen wolle, bzw. mein Logo, aber nein, er wollte meine Muskeln sehen, bzw. anfassen. Während ich ihm erklärte, dass ich vor Beginn der Wanderung noch mehr Muskeln hatte, steckte er seine Hand in mein T-Shirt und tastete meine Brust ab. Er war begeistert. Ab und zu wanderten meine Augen verstörend auf seinen Schoß. Er konnte seine Hand einfach nicht von seinem Jony lassen. Ich ahnte etwas Unvorstellbares. Der Typ ist nicht normal. Gottseidank erreichten wir den Traileinstieg. Und nun holte er seinen Jony raus und fragte mich, ob ich ihn anfassen möchte und ob er es bei mir auch machen könnte. Was geht denn jetzt hier ab, schoss es mir durch Kopf. Das ist ja unglaublich👀. Ich schüttelte nur meinen Kopf und bedankte mich höflich fürs Mitnehmen. Zur Not hätte ich das Bärenspray eingesetzt. Er war etwas enttäuscht 😞. Ich stand noch einige Minuten neben mir und konnte es nicht fassen. Nennt man das dann „Sex of the Trail“. Meine Unschuld hatte ich nicht verloren, aber meine Lesebrille im Auto liegen lassen ☹️ Ich musste mir im Supermarkt erstmal Donuts 🍩 kaufen und sofort verschlingen💪. Und vor Verwirrung besuchte ich noch das gegenüber liegende Restaurant. Hier schlug ich dann richtig zu. Für 15.- $ soviel Ei und Bacon essen, was hineinpasste😊. Es war eine mega Menge. Nun war es aber Zeit mich wieder in die Wildnis zu begeben. Nach diesem Ereignis machte mir sogar das Schild keine Sorge, der würde mich vielleicht fressen , aber nicht vergewaltigen 😲.

beinahe wäre es schlimmer gekommen 💪

Ich folgte gleich zu Beginn einer festen Straße, die dann fast bis zum Gipfel in einem großzügigen Wanderweg überging.

sieht nicht nach Wildnis aus

Meine Gedanken waren dabei immer noch bei dem Kerl mit dem dicken Jony 😠. Sogar die Tiere schauten mich entgeistert an und dachten sich, der Udo 🐻ist ja ganz schön durch den Wind.

der beachtet uns ja überhaupt nicht ☹️

Gegen Mittag bog ich auf einen schmalen Pfad ein und war mit mir und der Natur alleine. Da passiert es auch, dass ich heute öfters den falschen Weg wählte und so einige Kilometer zusätzlich laufen musste. Das lag nicht unbedingt an meiner heutigen Gedankenlosigkeit. Ich muss nur öfters auf die App schauen🤔.

sieht alles sehr friedlich aus

Je höher ich am, näherte ich mich der Schneegrenze, die im Gegensatz zu Colorado überhaupt kein Problem darstellte. Der Schnee war trotz intensiver Sonne sehr fest und mit gelegentlichen auf dem Trail😊.

kein Problem

Ich konnte jetzt schon sagen, es ist so ziemlich der beste Wandertag seit der mexikanischen Grenze. Alles Grün, schöner Wanderweg, genügend Wasser und die Berge ließen sich sehr gut überwinden.

toller Ausblick
hoffentlich muss ich nicht dahinten über die Schneeberge

Die Natur schien langsam zu explodieren, überall setzten die unterschiedlichen Pflanzen ihre Farbtupfer in die Landschaft. Es war eine große Freude das zu beobachten.

ein Beispiel
es macht heute Spaß

Die Natur bot mir genügend Abwechslung, was ich auch bedingungslos annahm

viel zu kalt
strahle ich Zufriedenheit aus, oder?

Nun wurde es langsam Zeit, dass ich mit ein Nachtlager auswählen sollte, was aber nicht ganz leicht erschien. Ich möchte am liebsten immer an einer Wasserstelle, windgeschützte und trocken übernachten. Mit dem Wind war es heute ein großes Problem.

wenig Möglichkeiten für meine Villa
und doch habe ich eine gefunden

Zum ersten Mal probierte ich meinen Bärbeutel aus, das ist ein kleiner Sack, indem ich mein Proviant hineinstecke und per Leine an einem Baum aufhänge, damit ein Bär mich nicht im Zelt beklaut, oder mich in Bedrängnis bringt. Das ist oberstes Gebot und meine Sicherheit. Nervt mich zwar, aber ist notwendig.

sollte mindestens 50 Meter vom Zelt entfernt sein

Mann sieht ihn kaum, den alten Sack 😊.

Der Tag war richtig gut und mit der heutigen Leistung bin ich mehr als zufrieden (38 km, 1624 Höhenmeter und 5017 kcal verbraucht)

Gute Nacht 😊

euer Truewood

Interessant Forschungsstudie zu Demenz in jungen Jahren von der Fakultät der Universität Leipzig

Demenz beginnt nicht mit 60: Leipziger Studie zeigt – Risikofaktoren schädigen Gehirn schon mit 20

Es ist richtig sich dafür einzusetzen, und wenn es dabei um noch jüngere Kinder geht, um so mehr👍.

Ich bin dabei und ihr könnt mich und die NCL Stiftung über mein Spendenaktion tatkräftig finanziell unterstützen.

Es geht um

UNSERE KINDER

das sollte uns und unserer Gesellschaft endlich bewusst werden.

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