Entgegen meiner Vorgehensweise, den Tag für euch als täglichen Ablauf, von Früh bis Abends zu moderieren, möchte ich mal zu den letzten vier Tage eine kurze Zusammenfassung geben. Als ich heute 06:30 Uhr n Campground verließ, wusste ich nicht, dass ich mich für die nächsten vier Tage in einer atemberaubenden Landschaft, mit einer wahnsinnigen bunten Flora und Fauna bewegen würde. Es glich mehr dem Schlaraffenland, ich musste nur mit den Finger schnipsen und meine Wünsche wurden erfüllt☀️. Ich drehte mich fünfmal im Kreis herum um den Wahrheitsgehalt zu prüfen, doch es blieb bei der Wahrnehmung💪. Deshalb möchte ich euch an Hand eines Bildes für jeden Tag die vielfältigen und imposanten landschaftlichen Reize darbieten🐻.
Landschaft am 03.06

Landschaft am 04.06

Landschaft am 05.06

Landschaft am 06.06

Ihr seht, unterschiedlicher und abwechslungsreicher können die Tage nicht sein 😲. Nur im flachen Streckenprofil glichen sich die Tage. Ich sehe auf alle Fälle die täglich krassen Unterschiede 👀. Ich erlebe das ja schließlich live. Vielleicht ist auch mein Empfinden etwas anderes als eures😏. Nun zurück zur täglichen Berichterstattung.
Ja, es war eigentlich nur Wüste, Wüste, Wüste und null, null Schatten, die Temperatur nahm ich durch den kräftigen Wind von seitlich vorne nicht so heiß wahr, aber sie trocknete meine Kehle wieder entsprechend aus.

Nach einer geraumen Zeit auf dem Highway bog ich endlich auf den Trail ab, um später festzustellen, dass ich eigentlich einen Umweg lief ☹️. So konnte ich aber an der Schönheit der Natur und deren Bewohner teilhaben. Das wäre ein mal

und mein Lieblingsungeheuer

Springböcke tauchten des öfteren am Horizont auf um mich konzentriert zu beobachten, genauso wie die „herrenlosen“ Kühe, um sich rechtzeitig aus der Gefahrenzone zu entfernen. Dabei bin ich doch harmlos.

Das größere Problem für mich war wieder einmal die Wasserversorgung dar. Die natürlichen Wasserquellen lagen sehr weit auseinander, oder führten bereits kein Wasser mehr und die Einheimischen richteten leider noch keine Wasserstationen ein. Die haben wahrscheinlich noch nicht mit mir gerechnet 😊. Jedes Wasserloch stellte ein Erlösung dar.

Die heutigen Bedingungen glichen langsam mehr einer Bestrafung und nicht als Herausforderung. Aber 47 km unter diesen Umständen zu laufen bedarf schon eine Menge mentaler Stärke und Durchhaltevermögen. Entweder man hat es oder man macht nicht solch bescheuerten Aktionen. Ich deklariere es einfach als Abenteuer und schon hört sich das ganz anders an und ihr stuft mich auf einmal nicht als verrückt, sondern als tollen Typ ein😊. Endlich hatte ich für heute mein Ziel erreicht und konnte klares kaltes Wasser unendlich schöpfen. Bevor ich meine Villa einrichtete, nahm ich mit den hier grasenden Kühen Kontakt auf, um meine friedliche Absicht hier mit ihnen die Nacht zu verbringen zu bekunden☀️.

Insgesamt war es ein guter Tag. Nach 4.5 Tagen Pause war’s nicht unbedingt anstrengend, aber ein bisschen mehr Gewicht hatte mein Rucksack schon, denn, denn ich musste für 200 km Verpflegung mitnehmen. Ja ich denke es wird heute eine ruhige Nacht und die Kühe werden mich beschützen.

Gute Nacht euer alternder Truewood🐻
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