22.05 das Erklimmen des Half Doms

heute machten wir uns erst mal los zum Frühstück ins Yosemite Valley. Danach stand das Erklimmen des Half Doms ( 2894 m) an. So, dazu braucht man ein Permit, welches Loïc schon per Los bekommen konnte. Somit könnte es für uns ein unvergessliches Ereignis werden. Nun ging es vier Stunden immer bergauf, an bzw. durch

zwei Wasserfälle, die sich sehr aggressiv uneigennützigin die Tiefe stürzten und dabei natürlich ein Haufen Sprühwasser um sich schleuderten, so dass wir auch ungewollt in einem abgekühlten Zustand versetzt wurden.

hier wird man nass

Der Weg führte uns durch einen schönen kühlen Wald, immer Berg hoch bis zu einem Point, wo wir von einem jungen Ranger kontrolliert wurden, ob wir auch ein gültiges Permit hatten. Mit jedem Kilometer, kamen wir unserem Ziel, den Half Dom zu besteigen immer näher und die innere Anspannung nahm stetig zu. Vor drei Tagen wusste ich noch nicht, dass ich jemals die Gelegenheit hätte auf diesen weltberühmten Granitfelsen zu steigen. Viele Freunde werden mich beneiden. Ab der Rangerkontrolle wurde es nun richtig ernst. Bis auf den kleinen Half Dom waren 30 Minuten und dann nochmals 30 Minuten auf den großen Half Dom veranschlagt.

jetzt wird richtig ernst

Da das Wetter super mitspielte, war die Trittfestigkeit .- und Sicherheit zu jeder Sekunde gewährleistet. Kraftvoll und ohne Kompromisse bezwangen wir den ersten Teil ( kleiner Half Dom) in 15 Minuten und standen nun erwartungsvoll vor dem letzten und ultimativen Aufstieg des Tages. Bis auf unsere Handschuhe ließen wir Stöcke und Rucksäcke auf dem kleinen Half Dom liegen, um diesen kommenden steilen Anstieg praktisch fliegend zu stürmen.

der letzte Kraftakt

Ohne die angebrachten Stahlseile, wäre eine Besteigung kaum möglich, so steil ging es nun zum Gipfel hinauf. Einige Hiker hängten sich vor Erschöpfung in die Stahlseile, um wieder zu Kräften zu kommen, um dann einige Meter weiter zu laufen.

da geht’s unaufhaltsam voran

Damit man einen besseren Griff hatte und sich nicht die Hände an den Stahlseilen aufrieb, waren Handschuhe sehr hilfreich. Vor diesem Anstieg hatten ich keine Angst, mehr riesig begründeten Respekt. Aber selbst bei dieser Herausforderung benötigen wir nur die Hälfte der Zeit💪. Wow, das war riesig!! und nun konnten wir die Welt von oben betrachten und uns per Foto verewigen.

geschafft
sicher
alles okay

Dann rüsteten wir uns zum Abgang. Nun können wir im Innern unseres Herzens dieses einmalig kribbelndes Gefühl zu jeder Zeit abrufen und uns beneiden lassen 😏. Nach vier Stunden bergab und einer Dusche durch den aufdringlichen Wasserfall kamen wir überglücklich am Besucherzentrum an.

kleine Pause unterhalb des Wasserfalls
entspannter Rückweg

Einen ausgiebigen Imbiss hatten wir uns vor der Rückkehr zum Campground verdient. Die entspannte Rückfahrt dauert abermals 90 Minuten ☹️. Ein ganz toller Tag für die Ewigkeit ging zu Ende.

26,3 Kilometer, 7,30 Stunden, 2450 kcal,1659 Höhenmeter und ein unvergesslicher Tag waren die Ausbeute

Das bei mir eingetretene Feeling ist unbeschreiblich, und jeder der dies erlebt wird es mit anderen Worten beschreiben als ich😊🐻

Euer Truewood 🐻

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