wir hatten festgelegt, dass wir 7:00 Uhr aufstehen um zur Touristeninformation zu fahren. Das gestrige Frühstück hatte uns überzeugt. Da wir hauptsächlich Campgrounds außerhalb des Nationalparks gebucht hatten, war die Anfahrt immer relativ lang.


Pancakes mit Ei und Bacon und ein Kaffee dazu war mein Favorit. Damit ihr auch alle über die überraschende Entwicklung meines Abenteuers informiert seid, schrieb ich schnell noch meinen Block. Heute wollten wir direkt ins Herz des Yosemite NP fahren und dieses Tal mit seiner vielfältigen und interessanten Natur, sowie das Treiben der Home sapiens beobachten. Also starten wir in Richtung Yosemite Valley. Da Loïc ein Dauerpermit für alle Nationalparks besaß, war es sehr unkompliziert in den Park zu fahren. Hingegen gestaltete sich die Parksituation sehr kritisch. Zu viele Menschen tummelten sich hier auf dem kleinen Gelände. Wir bestaunten mehrere Wasserfälle, welche das Schmelzwasser ohne Limit in den Abgrund schickten, um am Fuße des Abgrundes die Menschenmassen mit feinen Wassertröpfchen zu besudeln😊, die sich natürlich darüber wie kleine Kinder freuten. Übrigens gehörten wir auch zu dieser Kategorie 👍. Klar war es ein beeindruckendes Naturschauspiel und wir Beide bekamen kaum unsere Münder zu.

Eigentlich wollten wir noch in dem Fluss baden, welcher von den Wasserfällen gespeist wurde, entschlossen uns aber nach einem Kaffee das Tal zu verlassen. Mittlerweile waren so viele Menschen unterwegs, so dass wir uns fragten, wie geht hier in der Hauptsaison die Post ab. Bei der Ausfahrt aus dem NP fuhren wir direkt am wuchtigen und sich in den Himmel aufragenden El Capitan vorbei und registrierten ein reges Treiben mehrere Kletterer am Granit Giganten. Diesen zu besteigen zählt zu den ultimativen Herausforderungen weltweit in der Kletterszene. El Capitan ist einer der berühmtesten und größten freistehenden Steilwände der Welt, ca 900- 1000 Metern hoch, je nach Route.

Wir verweilten am Füße des Giganten eine geraume Zeit, um uns die artistische und gefährliche Fortbewegungsart anzuschauen. Einige schaulustige „ Giganten „ ( gemeint sind Leute mit entsprechenden Gewicht) sassen in ihren Campingstühlen und verfolgten per Fernglas das Geschehen. Einer erzählte uns, dass sie eine kleine Seilschaft mit einem 7 jährigen Jungen verfolgten, der in 5 Tagen den El Capitan bezwingen wollte und morgen würde ein Fernsehteam den Weg des Jungen begleiten um das Abenteuer in Wort und Bild festzuhalten. Unglaublich für uns. Weiter ging es dann für uns hoch zum Glaiser Point, wovon wir die herrlichste Aussicht auf die zweit Ungetüme, den El Capitan und den Half Dom, noch so ein gigantischer Granitfelsen der sich in seine Größe der Welt unbedingt zeigten musste. Das Wetter unterstützte die Selbstdarstellung dieser Giganten märchenhaft. Aber auch die allgemeine Aussicht auf die Bergwelt war beeindruckend und inspirierend und für lustige Momente.

Danach verschwanden wir stillschweigend in Richtung Campground. Auf der Fahrt dorthin bremste Loïc abrupt, um eine Kollision mit einem etwas lebhaft braunen Wesen zu vermeiden. Ein Braunbär lief seelenruhig über die Straße und kümmerte sich nicht im geringsten um uns Hanseln. Schnell war das Handy zu Hand, um diesen Moment einzufangen. Für uns war es schon beruhigend etwas Blech um uns herum zu haben. Mittlerweile fing ein kleines Hupkonzert der anderen Autofahrer an und forderten uns auf weiterzufahren. Wir denken, die haben die Situation nicht mitbekommen, aber der dicke Brauni hat uns ja die Vorfahrt genommen.

Hoch erfreut und happy dass uns dieser Schnappschuss gelungen war, fuhren wir dann bis zum heutigen Camp Grund, der wiederum an dem Fluss lag, wie gestern und wir gemeinsam das Abendbrot zelebrierten. So gegen 20:00 Uhr war dann Schluss mit lustig und wir verschwanden in unserer Villen, denn morgen wird es für mich auf alle Fälle ein schwieriger Tag, vielleicht ein starker und unverbesserlicher Wandertag, wonach mich viele Freunde beneiden werden. Bis jetzt ist es so, dass wir diesen Schritt hierher zu kommen und diese Elemente erlebt durften sensationell und tiefgreifend in meinem kleinen Gehirn eingebrannt.
So gute Nacht euer Truewood 🐻
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