Ich habe es um eine Stunde verschlafen ☹️.
Im Video habe das falsche Datum angegeben, waren den vergangenen Strapazen zuzuschreiben. Der heutige Tag knüpfte sich nahtlos an die gestrige Katastrophe. Da ich wahrscheinlich von meinen Stöcken die Schneeteller vergessen hatte, waren diese regelrecht nutzlos. Bei jedem Einstecken in den Schnee, fanden diese keinen Widerstand und ich konnte mich dadurch nur schwer ausbalancieren bzw. abstoßen. Zusätzlich war ein Stock gestern gebrochen und ich hatte diesen notdürftig repariert und seiner Arbeit wieder zuführen dürfen😏. Erschreckend ist noch die Tatsache, dass ich für den Zeltaufbau die Stöcker unbedingt benötige, sonst funktioniert das nicht. Wahrscheinlich hatte ich sie gestern noch so gut präpariert, dass sie standhaft blieben. Gut, das der Wind heute Nacht nicht ganz seine Stärke gezeigt hatte.

Das gleiche Schauspiele wie gestern. In diesen Höhenlagen würde ohne Schnee der Trail richtig Spaß machen, die Beine folgten alleine den Weg und der Kopf wäre für philosophisch Gedankengut frei 🤔, ganz geschweige von der Höhe der zurückgelegten Kilometern.


14:00 Uhr gab es erstmals wieder Lichtblicke. Einige wenig gewisse routimäre Teile des Trails waren frei von Schnee und in mir keimte Hoffnung auf.

Dies erfüllte sich leider nicht und es wurde immer schwieriger die Schneefelder zu überwinde.

Jetzt wäre es an der Zeit ein deftiges Essen zu verspeisen, um genügend Kraft für den Tagesendspurt zu mobilisieren.

Mittlerweile stolperte ich auf dem für heute letzten und am höchsten gelegenen Hochplateau herum und suchte verzweifelt eine geeignete Stellfläche für meine Villa. Der ganze Untergrund war entweder mit viel Wasser durchsetzt, mit Schnee bedeckt oder mit Steine übersättigt und der Wind hätte meine Villa in Fetzen zerreißen können. Der Weg zeigte mir deutlich( da mal schneefrei), wenn ich nicht hier ein geschütztes Plätzchen finde müsste ich noch ein Stück den Berg hoch. Glücklicherweise fand ich auf 3750 Metern das gesuchte Plätzchen und konnte mich wohnlich einrichten. Den steinigen Untergrund konnte ich etwas entschärfen.

Hier war ich, der kleine Udo Bär 🐻 magisch den Himmel greifend näher gerückt. Kein anderes Wesen nahm an dieser Einmaligkeit teil. Das Stückchen Erde durfte ich für mich einen kurzen intensiven Moment für mich alleine haben 💫. Hätte aber diesen selbstverständlich sehr gerne geteilt.
Für den heutigen entbehrungsreiche Tag, der sich in folgenden Punkten zeigt: 27 km in 11:23 Stunden / Aufstieg 1518 Metern / höchster Punkt 3872 Meter und 5800 kcal wurde ich doch mit dieser Aussicht und Gefühlslage fürstlich belohnt.
Gute Nacht
euer Truewood🐻
Und danke für eure mentale und finanzielle Unterstützung meines sozialen Projektes. Glückwünsche für alle Beteiligten und die zukünftigen Unterstützer für das Erreichen des hälftigen Spendenziels.

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