Über Nacht trat leider keine Besserung ein. Vielleicht hilft ja doch ein Besuch des hiesigen Cafés ? 08:00 Uhr schaute ich mir mit Respekt den historischen Bahnhof von 1880 an und stattete der Bäckerei einen Frühstücksbesuch ab. Die Leckereien waren sehr verführerisch und handmade präsentiert. Kaffee und zwei Stück Kuchen durften in meinen lädierten Magen langsam verschwinden 🫠. Das sollte doch der Auftakt für Besserung sein, oder? Der Weg zurück ins Hotel war ja nur ein paar Schritte, aber hinein zu kommen gelang mir nicht. Hatte ich doch den Türcode vergessen🤔. In der Sonne zu sitzen war auch angenehm. Die ersten Angestellten trottelten so langsam ein und erkundigten sich zu erst, wie es mir geht. Dann war Bettzeit, Medikamenteneinnahme und Blog schreiben angesagt. Ein Duft von Krankenhaus breitete sich atemberaubend schnell in meinem Zimmer aus. Das Abendessen nahm ich im Hotel ein und wagte mir ein vollwertiges Menü zu bestellen. Es schien mir, dass es die richtige Entscheidung wäre. Gute Nacht 🐻
12.05 Genesungstag 2
Die Entscheidung von gestern Abend ging in die richtige Richtung. Ich fühlte mich wesentlich stabiler und die Hoffnung auf Genesung stieg, trotzdem krabbelte ich wie ein Schlappschwanz 😲 aus dem Bett. Heute ist Energietag angesagt, dh. es wird ordentlich gefrühstückt und zu Abend gegessen, da ich unbedingt meinen Körper wieder etwas aufpäppeln muss 💪 um nicht gleich am ersten Berg in Colorado hängen zu bleiben. Mit dem Frühstück hat es schon mal gut geklappt. Dabei las ich ein Broschüre über den historischen Zug, welcher von Chama spektakulär über den Cumbres Pass ( 3039 m) nach Antonito ( ca. 100 km) führt und von dort aus könnte ich mit einem Hitsch zurück auf den Trail kommen. Ich muss so oder so über den Cumbres Pass.

Das würde mir sehr gefallen, aber leider geht die Saison erst am 23.05 los☹️. Yuh, 15:45 Uhr sind meine neuen Schuhe angekommen.

Im Restaurant traf ich auf einen jungen Hiker aus Paris und er fragte mich, wann ich denn losgelaufen wäre. Meine wahre Antwort war: der 16.04 ☀️ und du? Bluehik ( Trailname) sagte darauf hin, Ende Februar und bekam fassungslos seinen Mund nicht mehr zu😲. Ich wollte es ihm auch nicht glauben. Was macht er, was ich nicht mache? Darauf hin verspeiste ich nachdenklich 8 leckere Chicken Wings in der Hoffnung, dass sie mich auf Vordermann bringen. Als ich ins Hotel zurückkehrte, weckte eine ungewöhnliche Situation mein Interesse. Ein Mann mit einem großen Hund im Auto ist soweit alltäglich, aber so etwas schon skurril 😲.

Danach war für mich die Frage, welche Tiere ich den in Colorado treffen könnte. Bär, Elk, Elch, Maultierhirsch, Dickhormschaf, Bison, Klapperschlange und viele kleinere Tierchen, aber auf so ein Exemplar hätte ich kein Lust.

Es ist nicht bekannt, dass jemals ein Mensch mit bloßen Händen einen Puma besiegt hätte und ich wäre bestimmt auch nicht der Erste dem das gelingen könnte 🐻. Aber vor Bären nehmen Sie sich in acht. Meine Provianteinkäufe für die kommenden 5 Tage erledigte ich kurz, knapp und bündig. Ob ausreichend, wird sich dann zeigen. Ein neues Hungergefühl trieb mich gen Abend ins Restaurant zurück, was ich als Zeichen der fast Genesung wertete😊. Danach sank ich mit dickem Bauch, wie der Wolf von den sieben Geißlein in mein Bettchen😏. Danke an euch, eure Besserungswünsche sind 100 prozentig angekommen. Alleine hätte ich das nie geschafft 😊🐻.
Ab morgen gibt es dann, wieder Berichte vom Trail , wenn Kontakt besteht.
Wichtige Terminsache :
am 16.05, einen Monat nach meinem Start an der mexikanischen Grenze läuft im MDR Thüringen Radio eine kurze Zusammenfassung meiner ersten 1000 Kilometer 👍😲🐻

Gute Nacht euer leidensfähiger Truewood 🐻
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