07.05 Cuba

Alle haben tief, fest und ohne zu schnarchen geschlafen. Ich hatte mir den Platz an der Tür gesichert, um nicht in der Nacht über alle ständig drüber steigen musste. Als erstes packte ich meine Sachen zusammen, trank noch einen Kaffee, aber verzichtete auf das Breakfast. Nach Cuba hatte ich noch 52 km zu laufen und wollte es zumindest probieren.

hier geht’s lang

So wie es gestern geendet hatte,

So wie es gestern geendet hatte, ging es heute weiter. Noch fühlte ich mich konditionell beisammen, nur irgendwie meckerte unterschwellig mein Magen, schenkte dem aber keine weitere Beachtung. Unterwegs gab es mal eine Bonbonkiste, aus der ich mich mit Lolli bediente( waren viel zu süß). Der Sonnenaufgang und geringe Wind versprachen für heute blauen Himmel, Hitze gratis und erst nach 26 km die erste natürliche Wasserstelle.

gutes oder schlechtes Zeichen

Jetzt wurden die Canyon etwas breiter und ich hatte mehr Zeit mich in den Canyon und oben auf dem Rand zu erholen. In meiner Gewissheit den richtigen Weg gewählt zu haben wurde ich enttäuscht. Wieder einmal so eine Nachlässigkeit einmal mehr auf die App zu schauen und den richtigen Weg einschlagen. Hat mich zwei km unnötige gekostet ☹️.

was soll’s, waren nur 2 km

Unterwegs überholte ich noch einen Hiker, der aber nicht mit mir sprechen wollte. War nicht so schlimm.

ein Wunder

Heute früh hatte ich mit noch zwei Dosen Limonade eingesteckt um aller 15 km mir was Gutes anzutun.

das habe ich mir verdient

Es schien, als ob ich die Strecke schaffen könnte, dabei waren die letzten 8 km Straße und ich vertraute , dass ich einen Hitsch nach Cuba bekomme. Endlich an der Wasserstelle erleichtert angekommen brauchte ich 20 Minuten für die Befüllung einer Flasche. So langsam floss das Wasser aus dem Rohr. Ich hatte ja Zeit und Durst, also musste ich die Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Wenig später hatte ein Trailangel Wasserkanister bereit gestellt, da hätte ich mir das Auffüllen der Flaschen vor zwei Kilometer sparen können. Aber ich hatte ja keine Glaskugel 🔮 mit. Nun ging es wirklich heraus aus den Canyon und versprach bis Cuba nur noch bergab zu gehen. Nur noch einen Monsteranstig und ich hatte es aus dem Labyrinth dieser Geisterlandschaft geschafft.

starker Einsatz

Wie schon mit dem River Crossing, oder der Überquerung des Lavafeldes reicht es auch mal und möchte wieder etwas anderes sehen. Oben auf dem Rand des Canyon angekommen, zog es sich noch 13 km bis an die Straße nach Cuba hin. Ich war tapfer und hielt meine Schritte bei. Der Rucksack scheuert mittlerweile an mein Rücken und der schrie förmliche nach Erholung. Meine Kehle war durch die Anstrengung und der Hitze wieder trocken und das Reden fiel mir zusehends schwerer. Das wirkte sich immer dumm aus , wenn ich nach einem Hitsch fragte. Ein Kojote, der sich in der Nähe von Kühen befand, suchte schleunigst das Weite, als er mich erblickte und ich setzte meinen Weg beruhigt fort. Nun konnte ich schon die gut befahrene Straße sehen und war mir sicher, dass ich schnell in Cuba lande. Aber falsch gedacht☹️. Ich schulterte meinen Rucksack und konnte nur noch langsam und energielos den Weg nach Cuba gehen. Aber, einer erbarmte sich und fuhr mich ins Hotel, Mein Gott war ich glücklich 🙃.

jetzt ist Erholung angesagt

Ich checkte ein, nahm die wohlverdiente Dusche und haute mich sofort auf das Bett. Hunger hatte ich nicht, ging trotzdem in ein Restaurant und bestellte mir einen Salat. Nach einem Drittel ging nichts mehr und ließ mir den Rest einpacken ☹️. Den ich bis dato immer noch nicht verspeiste. Ob nicht doch die drei Tage eine Art Hardcore darstellten ? Denkt euch bitte euren Teil 💪.

Es sind trotzdem 52 km zusammengekommen und konnte mich darüber nicht beschweren. Der heutige Tag hat mächtig viel Energie verballert, die anderen zwei Tage waren hingegen erstaunlich ausbalanciert.

Nebenbei habe ich heute die 1000 km überschritten 😲💪☀️🐻🐻

das geht immer

Gute Nacht euer verrückter Truewood 🐻

Schlaft alle gut.

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