05.05 weltmeisterlich

Heute etwas später. Nach Cuba sind es 172 km und denke in vier Tagen ist das zu schaffen. Mit der Vorhersage ist es zwar immer etwas ins Blaue hinein, aber eine gewisse Orientierung benötige ich, um entsprechend genügend Proviant mitzunehmen. Schnell noch an der Tanke einen Kaffee und zurück auf die ekelhafte Landstraße. 10 km, was lag da näher als einen Hitsch zu bekommen. Genügend Autos fuhren in meine Richtung, aber keines machte Anstalten mich höflichst mitzunehmen ☹️. Warum, hatte sich nach 7 km aufgelöst. Alle wollten in das komische Hotel, mit ganz kleinen Fenstern, drumherum eine hohe Mauer, mit besonderen Einlasskräften und Stacheldraht an den Aussengrenzen😊. Deshalb nahm mich keiner mit. Kurz danach hielt doch eine ältere Frau und ich fragte, ob sie mich zum Traileinstieg fahren könne. Kein Problem 👍. Kaum saß ich drin, hielt sie auch schon wieder. Ich war total verdutzt, aber sie hatte recht, es war bereits der Trail. Das hat sich gar nicht gelohnt und wir kamen ins Gespräch. Sie fährt nach Hause und das liegt parallel zum Trail. Ich suchte mir eine Alternativroute aus, von wo ich relativ schnell zurück auf den CDT kommen könnte. Die Madame war richtig besorgt, als ich im Nirgendwo- Land ausstieg und mit freundlichen Grüßen im Wald verschwand. Sie legte ihre Hand auf ihr Herz ❤️ und war sich nicht sicher ob das richtig ist was ich da veranstaltete. Sie war so niedlich mit ihren Sorgen☀️. Der Weg ließ sich super laufen und ich konnte etwas später freudig auf den Trail einsteigen. Das heutige Profil zeichnete sich durch kleine Anstiege, sich durch den Wald schlängelt und einen festen Boden aus. Erstmals zeigte sich das Wetter von seiner anderen Seite. Es wechselte zwischen Regen, Graupel und Schnee usw. 😊.

schnelles Vorankommen

Heute lief ich wie entfesselt und musste feststellen, dass wahrscheinlich nicht nur meine Bremse defekt war, sondern auch mittlerweile eine Schraube im Getriebe fehlen könnte. Ich konnte einfach nicht runterschalten. Es ist irgendwie komisch, was heißt komisch, ich fühle mich dermaßen gut, dass es einfach läuft und das freut mich. Das macht auch Mut für das Kommende, aber klar Vorsicht ist immer geboten. Ganz klar, ich berücksichtige eure warnende Worte 👍. Jetzt musste ich aber mal meine Mittagspause einlegen und schaute auf die Uhr und erschrak😲. Es war schon 13:00 Uhr und 41 km zurückgelegt. Wow. Mehrmals am Tag müssen wir durch sogenannte Gatter, die verhindern sollen, dass die Kühe nicht ihre Gebiete verlassen können und wir uns nicht im Stacheldraht verfangen.

Der Regen hatte mittlerweile den staubigen Weg in eine schmierige Masse verwandelt und das Zeug klebte regelrecht unter den Schuhen, um mir das flüssige Laufen zu erschweren. Manchmal war der Weg nicht ganz eindeutig zu erkennen, bekam aber wichtige tierische Hinweise😊.

hilfsbereit

Nun ging es mal wieder übers windanfällige Weideland und die Kälte kroch unter die Jacke. Mein Wasser neigte sich zum Ende, doch ein Farmer hatte ein kleines Depot auf seine Land bereitgestellt.

ich werde nicht verdursten

Mein Ziel für heute war ein kleines Wasserloch in einem Minicanyon und dort wollte ich auch nächtigen.

es gibt auch Pferde

Ein geeignetes Plätzchen fand ich schnell, aber mein Zelt musste ich leider bei Regen aufstellen. Erst das zweite Mal benutze ich nun mein Zelt👍.

noch muss ich üben 🤔

Nach 64 km beendete ich erfolgreich den heutigen Tag und landete mit großem Hunger im Zelt.

Gute Nacht euer Truewood 🐻

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