03-04.05 Grants

Die Wetterbedingungen waren gestern Abend vielversprechend, sodass ich wieder CC bevorzugte und in der Nacht mit etwas Kälte ( Wasserflaschen waren gefroren) , aber vor allem mit Feuchtigkeit an der Außenseite des Schlafsacks zu schaffen hatte. 05:00 Uhr drückte ich den Wecker aus und im gleichen Moment fingen meine Freunde, die Kojoten in unmittelbarer Umgebung herumzuheulen und dann Stille 🤔. Hat mich auch nicht so beunruhigt und frühstückte in Ruhe. Truebird ha davon nichts mitbekommen, vielleicht doch zu viel Whisky getrunken. Leise verschwand ich auf den Trail. Da es früh noch kalt ist, habe ich noch mehr Sachen an, die ich nach der Einlaufphase wieder ausziehe. Ich hatte mich gerade wieder zum Gehen geordnet, als unmittelbar vor mir die Kojoten mit kräftiger Stimme sich bemerkbar machten. Zu sehen waren sie jedoch nicht. Es war eine sehr unangenehme Situation. Zur Not hätte ich dann auch auf einen Baum klettern können, aber ich hab mich entschlossen weiter zu gehen.

keine Angst, Udo Bär ist stark

Ständig beobachtete ich die Umgebung und zurück, aber kein Zeichen von den lieben netten Tierchen. Locker setzte ich meinen Weg in Richtung Eingang zum Canyon fort. Der Canyon war zwar schön, aber ich musste auch wieder auf schwarzen Untergrund ( Asphalt) wie gestern laufen. Ich wollte die 30 Kilometer bis Grants durchlaufen, doch ein Auto hielt dann einfach an und ich erblickte Truebird ( 64 Jahre) im Auto. Da war mir alles klar 😊. Er ist 90 Minuten später losgelaufen, wollte sich aber nicht auf der Straße abarbeiten und hielt das Auto an, Recht hatte er. Die Frau fuhr uns dann bis nach Grants und 6 km später zogen wir bei MC Donald zum Frühstück ein. Ich suchte mein empfohlenes Motel auf, um für zwei Tage einzuchecken. Unterwegs machte ich noch Bilder an der berühmten Route 66 von Harley Davidson Biker und steuerte eine Tankstelle an.

wo ist Bernd

Ich sprach mit einem Mann, der gerade tankte über die hohen Preise für den Sprit, in Deutschland kostet der Sprit nur 2,50 und hier über 5 🤔. Er schaute mich mit großen Augen an und verstand es nicht sofort. Ich sagte 1 Liter kostet bei uns nur 2:50 und nun fiel der Dollar und zeigte auf meine Füße und sagte, deshalb muss ich laufen das wäre auch sicherer. 1. der Preis ist ja in Deutschland nur auf einen Liter berechnet und in Amerika ist es für eine Gallone ca. 3,8 Liter also der Liter wäre da ca, 0,92 Dollar und 2. ist noch die Umrechnung von Euro zu Dollar zu beachten. Da sieht man, wie wir in Deutschland abgezockt werden ☹️.

ganz schön teuer 😲

Mit dem Motel war ich sehr zufrieden, aber die Stadt, man kann sie eigentlich nicht als Stadt bezeichnen ist fürchterlich. Eigentlich ist es eine vierspurige Straße, an der kaum Häuser stehen und viele verlasse, teilweise verfallene Gebäude stehen. Zum Supermarkt muss ich 45 Minuten laufen und das war’s dann auch schon. Gleich am Motel ist eine Pizzeria und Burgerladen und mehr nicht, kein Geschäft, alles vor Jahren zugemacht. Die Erklärung bekam ich vom Motelbesitzer. Grants galt in den 50 er bis 80 er Jahren als Hauptstadt der Welt und war für rund 37 % der gesamten historischen Uranproduktion der USA verantwortlich. In der Wüste von New Mexiko wurde auch durch die US Armee vorher schon Waffen getestet. Nach dem Stopp der beiden Faktoren, ging zwangsweise auch die Wirtschaft stark zurück. Den Nachmittag verbrachte ich mit relaxen, essen und Besuch einer kleinen Brauerei.

eins hat gereicht

Die Pizzeria kann ich nur weiter empfehlen. Am Abend habe ich mit meinen treuen Begleitern Chicken Wings verspeist 👍.

alle Drei haben ganz schön geschmatzt

Der 04.05. war mit Blog schreiben, einkaufen und packen für morgen belegt. Die nächste Etappe führt mich über 170 Kilometer in die kleine Stadt Cuba. Ich rechne mit 5 Tagen und wenig Wasser und Internet. Ich passe auf mich auf.

Gute Nacht eure Truewood 🐻

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