in der Nacht hatte ich einige spektakuläre Aufnahmen vom Mond, der mir direkt auf mein Lager schien gemacht. Das sind solche Momente, die man nicht unbedingt sieht, wenn man im Kuschelbett liegt😏.


Pünktlich 5:00 Uhr klingelte der Wecker und stellte fest, dass ich eigentlich viel zu schnell war und eben 10 Minuten länger schlafen konnte.

Trotzdem war ich 06:00 reddy, musste mich aber mit der Stirnlampe bewaffnen, da es komischerweise noch dunkel war.
Die Belastung von gestern verarbeitete mein tägliche alternder Körper nach seinen Bedürfnissen. Die Bedingungen für heute waren sehr optimal. Der Tagesbeginn wurde von sehr schön kühlenden Temperaturen und wenig Wind und natürlich der noch sich im Schlaf befindlichen Sonne geprägt.

Die besten Vorraussetzungen, um den Anstieg bis hoch auf 2760 Meter zu meistern. Und da fiel mir ein, dass ich ja seit einigen Tagen in solchen Höhen mich mittlerweile täglich aufhalte. Tage zuvor brummte unterschwellig meine Birne, jetzt war mir das klar. Ich passte mich also langsam an diese Höhen an. Hatte ich doch fast vergessen. Ich lief sehr stabil diesen Berg hinauf und mein Sonnenaufgang begleitet mich sehr imposant.

Auch Wasser war wieder ein Thema ☹️. Außer zwei feste Punkte, bestehend aus sehr schmutzigen Wasser für Kühe ( wenn man es so bezeichnen will) welche man anlaufen konnte, war nichts greifbares in Sicht. Wie üblich, liess ich die täglichen Spuren im Sand😏 und wusste bereits, dass einige Hiker vor mir sind und das ich nachts nich alleine in der Wildnis herumliege. Eineige Fährten konnte ich zuordnen und bei manchen spekulierte ich.

Der Weg war steinig steil und durch umgefallene Bäume schwierig zu laufen.

Manche Tiere stellten sich auch in den Weg und bei anderen dachte ich würde auf Schwarzbären treffen, was sich aber als Kuh mit Kalb entlarvte.
10:00 Uhr lief ich auf einen Hiker auf, der an einem der genannten Wasserstellen versuchte Trinkwasser zu gewinnen.

Ich sprach mit ihm kurz und setzte mein Weg freudig fort. Was mich verwunderte, war, das man aus so schmutzigen Wasser Trinkwasser erzeugen kann 👍.

Wenig später nahm ich das wohlverdient Frühstück ein und freute mich nun auf den weniger mit Anstiegen behafteten Weg. So ging es wenigstens trotz Hitze erträglich. Kurz vor der Bundesstraße 90 stand ein riesengroßes orangenes Wasserbecken, mit richtig super klarem Wasser, was man ungebremst trinken konnte. Das war natürlich eine dicke und wässrige Überraschung.

Ich fühlte meine ganzes Flaschen und trank auch noch 1,5 Liter hastig. Auf dem nächsten Parkplatz gab es wieder Wasser und in 3 km später war schon wieder Wasser für mich bereitgestellt 😊. Ich trank vorsichtshalber aus allem, was in mein Bäuchlein passte.

16:30 Uhr kam ich an so einer Kuhtränke vorbei, um Wasser zu filtern, obwohl ich dazu keine Lust hatte und auch um hier den Tag zu beenden. Als ich vom stinkende verschmutzten Wasserloch zurück kam, erspähte ich einen näherkommenden Camper aus Alabama, denn ich einfach anhielt und um Coke und richtige Wasser bettelte. Ich bekam, was ich wollte. Normalerweise kommst du mit einem normalen Camper hier nicht lang, aber mit Allrad war es möglich. Als ich meinen Schlafplatz einrichtete, führ ein Farmer vorbei, den ich auch anhielt und in ein Gespräch verwickelte. Und wieder gab es Frischwasser. Prima. Er war auf der Suche nach seinen Kühen, welche einfach so durch die Wälder liefen. Ich war happy, dass ich nicht das Schmutzwasser filtern musste. Kurzfristig verlagerte ich des Windes wegen meinen Schlafplatz und hoffte, das die Nacht wetterbedingt stabile bleiben würde. Nach einer kurzen Ruhephase zelebrierte ich mein Abendessen.

Ab jetzt störte mich keiner mehr 😊.

Gute Nacht 🐻
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