obwohl ich am River übernachtet hatte, blies ein warmer Fon über die Nacht. Bis Doc Campbell ( ehemaliger Arzt) waren es nur noch 15 Kilometern, so dass ich bequem später aufstehen konnte. Allerdings fing es gegen 05:20 Uhr mit leisen Regen an und ich wollte schnurstracks noch alles trocken verpackten. Im Kopf brodelte es ungewöhnlich, was mache ich, wenn mich in der Nacht ein richtiges Gewitter heimsucht, würde ich das Zelt so schnell aufbauen können, um alles trocken ins Zeltinnere zu verstauen. Das ist natürlich das Risiko beim Cowboy Camping, was ich eingehe. Es waren nur paar Tropfen und die Aufregung umsonst. Interessanter war mein Fitnesszustand nach dem gestrigen Tag.
Die vielen Kilometer und Flussdurchquerungen haben sich gefühlt positiv ausgewirkt. Seit letztem Sonntag konnte ich endlich wieder meinen normalen Trailrhythmus aufnehmen und jeden Schritt so effektiv setzen um schnell voran zu kommen 👍. Gefühlt lief ich wieder in meiner Welt, was mich natürlich auch beflügelte.

Mit dem Sonnenaufgang hadert es ein wenig, dafür war das Wetter ideal zum laufen.

Dieses Tal begeisterte jede Gestalt die hier lebte oder dies durchwanderte. Meine Gefühlswelt wurde in diesen Stunde mächtig durcheinander gewirbelt. Der Begriff „ MeTi „ schwirrte wieder in meinem Grübelkopf 🤔. Leichtfüßig überwand ich ständig den Fluss und freute mich jedes Mal über die Abkühlung.
Nach 28 Durchquerungen wurde ich regelrecht gezwungen den Fluss zu verlassen und mich auf einer blöden Straße bis zu Doc Campbell zu bewegen.

Nach drei Stunden rückte ich in die Poststelle ein. Nach dem Frühstück kaufte ich Proviant für die kommenden 6 Tage ein. Vorher besteht keine Möglichkeit und auch keine Handyverbindung. Also nicht unruhig werden. Dann wollte ich eigentlich meinen Blog weiter schreiben, aber ein Hiker, der mit mir gestartet war, hielt mit mir stundenlang Gespräche. Ich nahm sie so sehr auf, um mein Englische zu verbessern, dass ich erst Stunden später zum Schreiben kam. Er ist 47 Jahre und fährt einen 30 Meter langen Track, unglaublich😲. Mittags bis dato. kam ein starker Sturm auf, der viel Staub in die Luft wirbelte und den Aufenthalt im Freiem Beschwerde. Für heute wollte ich trotzdem mein Zelt nicht aufbauen und lieber im Freien schlafen.

Gegen Abend verzog es mich unter einen Dach.

Tagesanmerkung: Was ist eine Hikerbox?
Das ist eine Box, wo jeder Hiker Sachen, Essen, Getränke und vieles mehr, was er nicht mehr benötigt hinein packt und andere Hiker die etwas von den Sachen benötigen einfach heraus nehmen kann. Gute Sache. Mache ich auch davon öfters Gebrauch.

Meine lieben Traillower, die nächsten 6 Tage habt ihr Ruhe vor mir. In dieser Zeit dürft ihr ohne zu zögern mein Projekt finanziell unterstützen. Bleibt mir bitte bis dahin gesund. Euer Truewood 🐻
Gute Nacht
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