die Nacht war für das Cowboy Camping etwas zu kühl, aber ich bin ja ein harter Hund. Pünktliche 06:00 war der Udo 🐻 für die heutige Aufgabe bereit. Die ersten Schritte durch den schönen Pinienwald erfrischten meine Seele und bedeuteten einen regelrechten Testlauf. Ich verzichtete auf das nicht so effiziente Pflaster und zog stattdessen drei Socken über. Die Hauptfigur sollte dabei die Zehensocken übernehmen.
Durch die veränderte Fußhaltung waren meine Waden noch etwas verhärtet und somit startete ich etwas verhalten.

Die Leichtigkeit des Tages wurde mir durch 3 Kilometer Umweg und dann von einem mächtigen Anstieg von 900 Höhenmeter geraubt ☹️. Meine kleine Nichtraucherlunge stand voll unter Dampf.

Ab nun ging es nur noch bergab in Richtung Gila River und weiter nach Doc Campbell, der nächste Halt.

Wie jeden Tag war es ein Segen reichlich Wasser mitzunehmen. bzw zu erhaschen. Das letzte Mal Wasser filtern, bevor ich sprichwörtlich überflutet werde mit diesem kostbaren Gut.

Trotz Handicap erschien mir, dass ich nicht gerade wie ein Steinbock daher springe, aber den teilweise steilen Anstieg gut meisterte und mal wieder Hiker überholte. Langsam entwickelte sich die Gegend immer farbenfroher und abwechslungsreicher bezüglich Flora und Fauna. Nach tagelangem Wüsteritt ein wohliges Gefühl.

Die innere Spannung wuchs nun Schritt für Schritt und das sagenumwobene Gila Tal rückte immer näher. Darauf hatte ich mich bereits schon zu Hause gefreut, dieses Zauberörtchen zu durchstreifen. Die Frage war natürlich, wie verkrafte ich den steilen Abstieg, den heutigen längeren Weg und wie würde mir es ergehen, wenn ich stundenlang durchs Wasser marschiere ? Diese Frage beantwortete sich zügig.
Jetzt bin ich mitten drin. Würde ich die Ein.- u. Ausstiege durch den Fluss finden, kann ich ohne Probleme dem Fluss durchqueren, wie stark ist die Strömung und reicht das Wasser über die Hüfte? Genügend Erfahrung mit Water Crossing hatte ich auf den vielen Trails gesammelt und teilweise heftige, eiskalte und tiefe Überquerungen gemeistert. Hier war es etwas anders, denn ich querte nur einen Fluss und das unzählige Male.
Meinetwegen zeigten sich zu meiner Freude verschiedene Tiere: Hase, verschiedene Vögel, Truthahn, Hirsch und Schlange.

Langsam wurde es für ein Nachtlager zeitlich relevant und bevorzugte wie immer d es Cowboy Camping. Der Tag hat mir so richtig Spaß gemacht und meine Seele und Körper nach vorne gebracht. Auch der/ die Füße dankten mir die wässrigen Abkühlung. Hoffentlich sind in der Früh die Klamotten und Schuhe so einigermaßen trocken.

Die 44 Kilometern und verschlungenen 4278 kcal sehe ich sehr nüchtern, aber mit heutiger großer Dankbarkeit an🐻.
Solltet ihr noch Fragen haben, dann bitte melden 😊.
Euer Truewood 🐻
Gute Nacht
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