
05:30 Uhr schnipste ich heute Morgen aus dem Schlafsack, um in das lang ersehnte und vorbereitete Abenteuer hinein zuspringen. Von Aufregung keine Spur mehr. Ich würde bald sagen „ hier bin ich Mensch, hier darf ich sein „ ( stimmt nicht ganz 😏). 06:15 Uhr rollten mit mir noch weitere 11 Truhhiker stimmungsgeladen in Richtung Crazy Coock.

An der Grenze wurde kräftig mit riesigen Baggern und LKW‘s an der neuen Mauer gearbeitet, was uns nicht störte. Alle machten so ihre Erinnerungsfotos und Einer nach dem Anderen verschwand in Richtung Kanada 🇨🇦 . Der Älteste von den Verrückten trottelte in gebürtigen Abstand hinterher. Ich wollte in Ruhe in meinen Körper hinein hören, ob ich für diese märchenhafte Schinderei bereit bin und die vielen Geschenke die mir die hiesige Natur bieten würde annehmen wolle🐻. Bei schönstem Sonnenschein übernahm ich nach 5 km die Verantwortung und setzte mich an die Spitze dieses auserlesenen Feldes. Ich wollte auch einmal an der vordersten Front mich zeigen. Quatsch 😏. Das war wirklich das Resultat meiner og. Einschätzung. Da das Wüstengebiet nicht die geforderte Aufmerksamkeit benötigte, suchte ich Antworten auf mein Gedankengut.

Natürlich war ich gespannt, ob die geänderten Trainingsmethoden bessere Ergebnisse bringen wurden. Mein Gefühl wurde auf den ersten 15 km bestätigt, oder war es pure Einbildung. Ich war jedenfalls schnell in meinem Element und es kam mir so vor, als ob ich nur eine dreiwöchige Pause zwischen dem letzten Trail ( Appalachian) machte. Die Frage, warum es bis jetzt so leichtfüßig funktioniert , begründete ich für mich auf der Grundlage meines Sternzeichens „Steinbock „. Da muss doch etwas dran sein 🤔. Ich musste einen ausgetrockneten Flusslauf mal hoch bzw. hinablaufen, was durch den losen Kies sehr beschwerlich war. Die Hitze ( 35 grad) ließ der starke warme Wind mich nicht so richtig wahrnehmen und ich bekam ab ca. Kilometer 21 nicht mit, dass ich auf Grund von Wassermangel, ich hatte bis dto. kein großes Bedürfnis zu Trinken gehabt und ließ somit die Wasserstellen aus, langsam dehydriere. Ich hatte mich gewundert, warum mich meine Kräfte schamlos verließen und kleine Schwindelanfälle bekam. Nach 27 km benötigte ich aller 200 Meter eine Pause, bis ich es vorzog entkräftet einen Platz für die Nacht zu suchen. Ich hatte keine Wasser mehr und 13 km bis zum nächsten Wassertank würde ich definitiv nicht schaffen ☹️. Selbstverständlich gingen mir viele Varianten durch den Kopf, wie die Geschichte ausgehen würde. Nachfolgende Hiker überließen mi 1,5 Liter Wasser, welch im nu den Weg in meinen Mund faden. Nachdem ich etwas geschlafen hatte, machte ich mich zurück auf den Weg, um an einer Kuhtränke weiters Wasser 💦 holte. Ich fühlte mich jetzt wieder etwas sicherer in der Spur, zog es sicherheitshalber vor den heutigen Tag zu beenden. Innerlich hoffte ich, dass ich diese Situation bis morgen früh wieder hinbekomme😏. So etwas habe ich noch nie erlebt☹️. Jetzt widmete ich die restliche Zeit meinen Abendessen und der Erholung.



In guter Hoffnung bin ich morgen wieder fit 💪
Euer Truewood 🐻
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