die zwei Heiker hatten noch genug von gestern und beschlossen noch einen Tag sich in der „gemütlichen Hütte „ auszuruhen. Wir aber machten uns auf den Weg, vielleicht in unser Unheil? Das von ihnen gezeigte Video versprach auf alle Fälle viel Spaß ☹️. Die ersten 10 km beeindruckten uns besonders durch die weitläufigen Gehege für Rehe , den durchgeführten Kahlschlag eines Teils des Waldes und den anschließenden Eukalyptusbäumen. Das Halten von Wild konnte ich nachvollziehen, warum ein Teil des Waldes gerodet wurde nicht. Vielleicht hat sich die Monokultur nicht bewährt. Für mich war es ein einziger eukalyptischer Rausch und ich sog die freigesetzten Ingredienzen tief durch die Nase ein. Also, nicht nur der Geruch der Pinen vernebelt meine Sinne, nun auch noch Eukalyptus 😊. Der Spaß hörte dennoch auf und ich musste mich wieder voll dem nun schwereren Teil des Trails zuwenden, der eine Menge an Spannung und Matsch versprach💪. Wir tauchten auf einem schmalen Pfad ab, in den wunderbaren von Kobolden und anderen Geistern bewohnten Regenwald. Genau dort, wo der meiste Morast lag, schlängelte sich der Pfad um 700 Höhenmeter hinauf.


Es blieb nicht aus, dass ich öfters in den Schlamassel geriet und meine Unterschenkel mit einer Schlammpackung beglückte. Lange Beine und eine gewisse Gelenkigkeit waren von großem Vorteil. Ein uns entgegenkommender Hiker zeigte uns, wie tief man auch im Regenwald wortwörtlich sinken kann. Der arme Kerl. Wie hat er es geschafft sich aus dem Schmotter alleine zu befreien ☹️. Drei harte Stunden steckten in unserem Körper, als wir den Gipfel erreichten und mit einem festen bergabführenden Weg belohnt wurden 👍, bevor der nächste Anstieg auf uns zukam, welcher dem Ersteren glich. Irgendwann mussten doch die Unannehmlichkeiten aufhören, in der Ferne war doch der Ozean bereits zu sehen, so dachte ich. Mittlerweile hatten wir den ersten Teil des Regenwaldes verlassen und liefen über eine moralisch zermürbende, wohl nicht endende Hochebene. Nur noch 2 Kilometer und wir könnten uns gemütlich in der Martin’s Hut einfinden. Das ist die erste und älteste Hütte ( im Jahre 1905 erbaut) auf dem gesamten Trail. Die einfache Bauweise, ganz in Holz überzeugte durch ihre Funktionalität und Einfachheit. Wie so oft, unterschätze ich die letzten Kilometer. Die hielten meistens noch kleine Überraschungen für uns bereit. Es ging nochmals richtig steil in knöcheltiefen Schlamm bergab. Gut, dass es in den letzten Tagen geregnet hatte und das Wasserfass noch halbvoll war und wir uns einer Grundsäuberung zuführen konnten. Ich sammelte etwas trockenes Holz, um ein bisschen Wohlempfinden in die kleine Hütte zu schaffen. Gelungen ist es mir aber nicht ☹️. Nach 32 Kilometer beendet wir ohne größere Verletzungen diese Schlammschlacht. Gute Nacht 🐻

















