20.02 Farmers Land

nun regnet es doch öfters als mir lieb wäre. Nicht nur die Sandfliegen nervten mich unwahrscheinlich, sondern auch der einsetzende Regen und Sturm. Bereits um Mitternacht stand das Zelt unter Wasser☹️, was ich allerdings selbst verschuldet hatte. Schlau, wie ich war, legte ich beim Zeltaufbau mal eine Folie unters Zelt, die dann das Regenwasser ins Zelt weiterführt☹️. Auf meiner Luftmatratze kam ich mir vor, wie auf einer Insel. 08:00 Uhr klärte sich der himmlische Schleier etwas auf und Abmarsch war angesagt. Der heutige Abschnitt stand unter besonderer Hoheit und versprach einen Einblick in den sehr harten aufopferungsvollen Farmeralltag. Nicht immer ist es möglich den Trail über staatliches Land zu führen. Oft müssen die Farmer um Erlaubnis gebeten werden, dass wir über ihr Land laufen dürfen. Das Gute, die Wege sind ganz passabel, da diese auch durch landwirtschaftliche Geräte genutzt werden, aber du darfst nur ausnahmslos diese vorgegebenen Wege nutzen und keine anderen Aktivitäten, wie Zelten, Lagerfeuer oder Angeln betreiben. Die Kühe, Schafe oder Rehe sollten nicht durch uns gestört werden. Trotzdem lässt es sich nicht vermeiden, dass du durch diesen Herden durchlaufen musst. Der heutige Weg war irgendwie besonders, da er 28 km über privates Gelände des größten Farmers von Neuseeland führte👍. Schafe und Kühe wohin du schautest, grüne satte Wiesen, kleine Flüsse durchzogen dieses Gebiet und unter der lächelnden Sonne ein begnadete Ruhe. Das Laufen machte einfach nur Spaß. Mit strapaziösen Auf.-u. Anstiegen hatte ich heute nichts zu tun. Schnellfüßig erreichte ich die Punkte, die gerade mir noch so weit entfernt vorkamen. Da ist es auch nicht so ärgerlich, wenn man ein paar Kilometer in die verkehrte Richtung gelaufen ist ☹️. Nach den letzten anstrengenden Tagen war diese kraftlose Beanspruchung überfällig und die Natur beherrschte heute mehr als denn je meine Wahrnehmungen. Die Konzentration auf Wurzeln, Steine, Äste, Wasserlöcher oder steile Wege, wie meistens war jedoch nicht gefragt. Die Sicht reichte bis zum Horizont und das Wetter trug zum Wohlbefinden bei. Ab und zu wurde ich beim Überqueren von Weidezäunen mit Spannung/ Energie versorgt😊, die eigentlich für die Tiere bestimmt war. Das Pinkeln am Weidezaun sollte man besser unterlassen ☹️. 15:00 Uhr stiegen wir über den letzten Zaun des Farmers und steuerten die heutige Hütte, Birchwood Station, an. Als Erstes wurden die von der Nacht noch total nassen Klamotten in die Sonne gelegt und mir selbst ein kleines Nickerchen in der Sonne verordnet. Für den Abend stand dennoch ein außergewöhnliches Erlebnis bevor😊. Sahra, eine junge Farmerin, konnten wir anrufen, sie bereitete bei sich zu Hause selbstgemachte Pizzen vor und brachte diese zusammen mit Bier und frischen Eiern im Auto zur Hütte. Bevor sie kam, rief sie an, dass wir den elektrischen Pizzaofen, welcher an der Hütte stand anzustellen sollten. Es es war perfekt. Selbstgemachte Pizza, kaltes Bier, ein krönender Abschluss des beeindruckenden Tages. Danach sprach ich noch mit dem Besitzer der anliegenden Schafsfarm über deren Tätigkeiten, und das sie auch Arbeitskräfte benötigen. Ich bot ihm an, nächste Jahr mit Tine zurück zukommen und ich bei freier Kost und Logis beim Schafscheren helfen würde 😊👍. Beide mussten wir lachen. Vollkommen mit dem Tag zufrieden, hüpfte ich in die Koje. Gute Nacht 🐻

Guten Morgen lieber Tag
nicht nur die Wege wachsen zu 😊
Farmerland
Idyllisch
für Körper und Geist pure Entspannung
wir sind mit Udo Bär 🐻 ganz zufrieden

Hinterlasse einen Kommentar