19.02 es geht noch kompakter

so wie ich gestern Abend von einem Regenbogen belohnt wurde, begrüßte mich am morgen ein neuer Regenbogen 🌈., was mag das nur schönes bedeuten. 08:00 Uhr ging es auf die Reise. Der Regen hatte glücklicherweise nachgelassen und ich konnte die nächste Etappe, zur Telfort Campsite , 27 km angehen. Insgeheim hoffte ich noch auf Sonnenschein, so dass sich das heutige Übel besser ertragen ließe. Der heutige Weg würde sich besonders durch Schlamm, glitschigen Untergrund, Flussdurchquerungen und um einen 600 Höhenmeter zu erklimmenden Berg ( 1047 m) hervorheben. Eigentlich passt da nichts zusammen☹️. Es wird der letzte Berg über 1000 m sein😊. Was für eine Genugtuung. Kurz vor dem matschigen Aufstieg stopfte ich mich mit Tortillas, bestrichen mit viel Nutella voll, um das zu benötigende Potential abzurufen. Bis zur Baumgrenze hinauf verlief alles nach Plan, fast jede sumpfige und nicht gerade appetitlich reichende Vertiefungen konnte ich aus dem Weg gehen. Trotzdem ging von mir ein übelster vermoderter Geruch aus. Ich bin mir sicher, es handelte sich nicht um meinen Verwesungsprozess. Hier blieb ich mal an Ästen hängen, da stolperte ich über Baumstämme und meine Schienbeine waren mehr rot vom Blut, als braun gebrannt von der Sonne. Das klare kalte Wasser verschaffte da schnell Abhilfe. Wenn du dann auf dem Gipfel stehst, vergisst du die Müßigkeit und ergötzt dich des Anblickes von oben über die wunderbare Landschaft. Da jeweils ab Mittag der kalte Wind kräftig zunahm, verweilte ich nicht sehr lange da oben. Der windige steile Abstieg, teilweise auf einem Grad entlang, forderte von mir eine hohe Aufmerksamkeit, um nicht vom Weg gefegt zu werden. Pünktlich 15:00 Uhr ( ja, war sehr früh) befand ich mich bereits auf dem Campingplatz und baute meine eigenen vier Wände auf. Eine halbe Stunde später trafen dann auch André und Michael ein. Da der Wind hier im Tal genauso stark und kalt durch die Gegend beließ, verkrochen wir uns alle lieber in den Zelten und waren über den heutigen Ausgang, trotz aller Widrigkeiten sehr zufrieden👍. Bereits vor dem Schlafen fegte eine Regenguss den anderen über uns hinweg und ich merkte, dass an verschiedenen Stellen Wasser ins Zelt drückte. Ich lag aber auf der Isomatte, eingehüllt im Schlafsack etwas auf dem Trockenen 😊. Nun werde ich die letzten Kilometer auf diesem Trail, zusammen mit André in Ruhe herunter laufen und mein Tempo drosseln. Ob ich nun einen Tag früher oder später in Bluff bin, ist mir egal. Ich möchte die letzten Tage unbeschwert genießen ( gut, ein paar kräftezehrende Aktionen stehen noch bevor) und merke, dass diese Art zu laufen sehr angenehmer und stressfreier ist( pro Tag zwischen 25 und 30 Kilometer), als mein eigentliches Tempo. Gute Nacht 🐻

Begrüßung durch einen morgendlicher Regenbogen
die Sicht in die andere Richtung
Optimismus pur
mehr Regenwald
ein Beispiel vom Kampf gegen den Morast
putzig
Mittagspause an der Lower Wayraki Hut
auf dem Gipfel angekommen
es geht bergab 😊
Rundumschau
meine heutige Übernachtung

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