ich stand noch unter dem Milford Sound Spektakel, als ich heute Morgen meine Sachen für die nächsten fünf Tage packte. So lange werde ich in der Wildnis verschwunden sein. Ein schneller Hitsch wird mich umgehend auf den Trail zurückbringen. So war der Plan. 8:00 Uhr stellte ich mich zum Abholen an die Straße. Zum Sonntagmorgen war schon reger Verkehr und dachte, in 30 min. bin ich weg. Aber keiner hielt an☹️. Die älteren Leute fuhren wahrscheinlich in die Kirche 😊 und die vielen Asiaten schenkten mir nicht mal einen Blick. Nach einer Stunde gesellte sich André aus den Niederlanden zu mir und gemeinsam hielten wir nun unsere Däumchen in die Höhe👍. Nach zwei Stunde n legten wir eine Kaffeepause in der Tankstelle ein und Frustrationen machte sich breit. Nun gesellten sich noch drei andere Hiker dazu, was uns garantiert nicht gefiel. Nach 2:30 Stunden hielt endlich ein Farmer und nahm uns ein Stück mit. Für die restlichen 20 km hielt sogleich ein deutscher Hiker und unser Laune stieg sofort über 100%😊. Der Café Kiosk hatte auch bereits auf, aber wir verzichten darauf und liefen 11:30 Uhr los. Zwischendurch nahm uns noch ein Frau ein paar Kilometer bis zur nächsten Hütte mit. Unsere Zielhütte sollte heute die Aparima Hut in 23 km sein. Mit der getankten Energie der letzten Tage kletterten wir den Weg in einer fröhlichen Lockerheit hinauf. Hier und da war der Weg durch das herabfließende Wasser etwas schmierig, aber wir standen sicher auf der Linie. Einige Heiker kamen uns mit schmuddeligen Schuhen und Hosen entgegen und klärten uns über den weiteren Zustand des Weges auf. Die letzten 10 km sprangen wir mehr von einer Seite des Weges auf die andere, um ja nicht in den Morast zu versinken. Es klappt nicht immer. Du denkst, auf diese Stelle kannst du treten und im nächsten Moment versinkt du bis zum Knöchel, oder mehr in der Pampe☹️. Aber die nächste kleine Flussüberquerung lies in der Regel nicht lange auf sich warten und im nu war alles für fünf Minuten sauber. Bei steilen Anstiegen kam noch die Gefahr dazu rücklings hinunter zu rutschen. Davon blieb ich zu meiner Überraschung verschont. 18:00 Uhr kamen wir etwas verschmutzt und stinkend an der Hütte an. Da hier nur Michael ( junger deutscher) war, beschlossen alle nicht im Zelt, sondern in der Hütte zu schlafen. Schnell stürmte ich noch an mein Buffet ( Nudeln mit Tunfisch, M&M Bonbons und ein paar Riegel) um für morgen reichlich Energy zu tanken. Zeit um über sinnliche Dinge des Lebens war keine Zeit, da ich all meine Sinne auf die natürlichen Begebenheit richten musste. Für die tägliche Anstrengung wurde ich noch mit einem abendlichen Regenbogen belohnt. Gute Nacht 🐻









