für heute habe ich mir einiges vorgenommen, da ich nach Möglichkeit heute Abend in Te Anau eintreffen möchte , um eventuell noch für den morgigen Tag ein Adventure zu buchen. Das Wetter schien wenigstens Gutes zu verheißen. Die erste Hängebrücke führte mich zugleich auf die andere Seite des Sees und in den Wald hinein. Bis zur nächsten Hängebrücke lief es sich wunderbar, aber dann wurde es in den höheren Lagen sehr unbequem. Umgestürzte Bäume, schlechte Wege und ständiges auf und ab machten mir das Leben etwas schwerer. Die Carays Hut ließ ich links liegen und machte mich auf, das vor mir liegende flache Gelände zu durchqueren. Das war eine extreme Herausforderung, die ich bis dato noch auf keinen Trail erlebt hatte. Der feste Weg endete und bestand ab nun insbesondere aus Wasser, hüfthohen Gras, Binsen, Sumpfdotterblumen und Wasser ☹️. Es war kaum möglich vernünftig vorwärts zu kommen. Immer wieder sackte ich bis zu den Knien oder sogar zu Hüfte in irgendwelche Wasserlöcher ein, welche ich durch das dichte Gras kaum sah. Bisschen Spaß machte es trotzdem. Wie so oft stand auch ein River crossing an, vor welchem ich Tage zuvor aufmerksam gemacht wurde. Alles was beim Fallen nass werden konnte, verschwand in Plastiktüten und ganz oben im Rucksack. Das war gut so, da die Strömung sehr stark und der Fluss doch bis zur Hüfte reichte. Sehr unsicher setzte ich ein Bein vor das andere und hatte das Gefühl, durch die Strömung den festen Boden zu verlieren. Ging aber alles gut 😊.


Lange konnte ich mich nicht damit beschäftigen und weiter ging’s. Schwierig war es die Markierungen durch das hohe Gras zu finden. Nach 34 km machte ich die erste Pause und war mir sicher das ich es bis Te Anau schaffen würde. Nun verlor sich der Weg für mich. Egal ob ich nach links, rechts oder gerade aus ging, überall war nur noch Wasser. Wo muss ich nun lang? Nach 1/2 h hin und her, entschloss ich mich durch den Fluss auf die andere Seite zu wechseln, was sich als richtig erwies. Nun erblickte ich auch die Markierungen auf dieser Seite und ab nun konnte ich auf einer Schotterstraße laufen. Nach 4 km hielt ein Farmer LKW und fragte mich, ob lieber laufen oder mitfahren möchte. Auf der Ladefläche war ein großer Käfig, in welchem sich drei Hunde befanden und meiner Ansicht nach andere Tiere. Ach nein, es waren drei Hiker, die ich gestern getroffen hatte. Gemeinsam führen wir bis zu einer Kreuzung, wo sich ein kleines Wohnwagen Cafe befand und von dem ich nach Te Anau hitschen konnte. Schnell trank ich hier 2 richtige Cola‘s und bevor ich meinen Rucksack abgelegt hatte, hielt bereits ein Belgier und nahm mich bis Te Anau mit. Eine Übernachtung war nicht einfach zu bekommen, aber für mein Zelt reichte es dennoch. Schnell noch einkaufen und beim Italiener essen und schon war der etwas anders geartete Tag vorbei. Nach 50 km war so was von happy 👍😊. Morgen geht’s dann von hier aus in den Milford Sound. Gute Nacht 🐻








