15.02 Regen ohne Ende

ab 04:00 fing es mit regnen an☹️ und nichts war mit 07:00 Uhr los ☹️. Ein Stunde später konnte ich den heutigen Tag beginnen, aber nicht genießen.

es geht los 👍

Was wird das für ein Tag? Das Streckenprofil gab mindestens 50 km her, aber der Regen wird es zu verhindern wissen. Mittlerweile hatte ich den Wald verlassen und als Dankeschön machte der Himmel noch mehr seine Pforten auf. Nicht das nur der Regen zunahm, nein, die Temperaturen wollten nicht über 10 Grad steigen. Bei diesem bescheuerten Wetter, konnte ich nicht an schönere Dinge denken. Nach 13 km schnaufte ich mal kurz in der Taipo Hut durch, um ein kleines Frühstückt einzulegen. Im Wechsel hörte es mal kurz auf zu regnen um gleich danach noch heftiger zurückzukehren. Mittlerweile lief ich auf einen älteren Hiker auf und wir setzen den Regentag gemeinsam fort. Ich konnte den Eindruck nicht los werden, dass jeder von uns den anderen zeigen wollte, dass er der Schnellere ist. Deshalb einigten wir uns ohne Worte, dass jeder mal die Führung übernimmt. So sind eben kleine verspielte Jungs. Das Zusammenspiel lief hervorragend und die Regenkilometer summierten sich schnell. Es ging auf einem wasserüberfluteden guten Weg sehr lange leicht bergab, mitten über eine unendliche Graslandschaft. Von Genießen keine spür☹️. Ich glaube, jeder wollte nur sein heutiges Etappeziel schell erreichen. Nach weiteren 14 km erreichten wir die Boundary Hut. Mein Partner schaut mich fragend an, so wie, wollen wir hier halten oder weiter. Ich zeigte in Richtung weiter und ohne zu zögern oder ähnliches liessen wir die Hütte links liegen. Jetzt waren wir offensichtlich wirklich ein eingespieltes Team 😊. Unsere Schrittgeschwindigkeit ließ nicht nach, auch wenn nun der Weg durch den Dauerregen mit großen Pfützen überzogen wurde. Es gab keine große Überlegung, wie man diese umgehen könnte, einfach durch war die Devise. Zeit zum Plaudern gab es nicht. Durch das Regencape, des Regens und des Windes verstand man nichts.Unaufhaltsam näherten wir uns der Careys Hut, wo bereits ein kleines Feuer den Raum wärmte und sich auch ausreichend Hiker aufhielten. Mein Partner beschloss zu bleiben und ich setzte meinen Weg fort. Nur noch 12 km bis zum nächsten Campground 😊. Den wollte ich unbedingt erreichen, um morgen Abend doch noch in Te Anau anzukommen. Heikeer hatten mir erzählt, ich müsste unbedingt den Milford Sound mir anschauen. Ich überlegte nicht lange und nahm mir das vor. Nach meiner Berechnung hätte ich schon noch Zeit für eine andere Aktion, als nur den Trail zu laufen. Jetzt musste ich erst einmal noch ewig und alleine am See, North Mavora Lake, entlang pilgern um schnellstmöglich das Camp zu erreichen. Zumindest der Regen kam zum Erliegen und ganz weit hinten schielte sehr bedacht mit einem Auge die Sonne durch die Wolken. Ich fand direkt am See für meine noch nasse Zelt, unter einer Baumgruppe ein windgeschütztes trockenes Plätzchen. Die 42 km, fast im Sprint, haben genügend Energie verzehrt, so dass ich keine Lust mehr hatte, mir eine warme Mahlzeit zu zubereiten. Solches Wetter muss ich nicht jeden Tag haben, war aber unter den heutigen Bedingungen mit dem heutigen Ausgang ( 5784 kcal) mehr als zufrieden. Gute Nacht 🐻

ein eher trauriger Tag
bei Sonnenschein, sicher eine tolle Landschaft
mein heutiger Partner
Die Marker sind wichtig ( zwei weiße Stäbe voraus
Vespern im trockenen
sollte ich etwa den Fluss durchqueren müssen?
der See am regenlosen abendlichen Himmel 😊

Hinterlasse einen Kommentar