die Hütte war die Beste bis dato. Da ich aller 2 h aufstehen musste, hätte ich lieber das Schlafen im Zelt vorgezogen. Zum Frühstück bestrich ich meine Tortillas mit viel Nutella, was mein Körper gefälligst in pure Energie verwandelt sollte, denn ich wollte unbedingt heute in Wānaka ankommen. Der Streckenverlauf versprach zumindest keine großen Überraschungen und bestand gleich zu Beginn auf einen 1200 m Abstieg, hinab zum Lake Häwea. Der als Serpentinen angelegte Weg wurde dadurch an seiner Steilheit entschärft und ich konnte so meine Knie schonen. Bis nach Lake Häwea war es nur noch ein Katzensprung. Die Komponenten : Berge, Himmel, Wasser und die menschlich erschaffene Bauwerke bildeten eine fabelhafte Kulisse ab und standen im gegenseitigen Einklang. So sieht Nachhaltigkeit aus. Für die Biker wurde der Weg hervorragend präsentiert, wovon wir Hiker ebenfalls maximal profitierten. Ständig musste ich mein Schritttempo auf dieser Hochgeschwindigkeitsstrecke reduzieren, um nicht ins Rennen zu verfallen. Anvisiert war nun die wärmstens empfohlene Bäckerei in Lake Häwea. Ein Liter Milch war natürlich Pflicht. Danach begrüßte mich der sehr schön angelegte Häwea River Track zur weiteren Rastlosigkeit. Immer am Fluss, im Schatten der Bäume entlang, genoss ich diesen Abschnitt. Die Zwei mir entgegenkommenden Hiker ( NOBO) klärten mich darüber auf, das es in Albert Town einen super Bäcker gäbe und dieser 14:00 Uhr schließen würde. Das war doch mal eine Ansage, wo es sich lohnte noch vor 14:00 Uhr anzukommen. Für die knapp 10 km benötigte ich 90 min und belohnte mich nochmals, innerhalb von 2 h mit Kaffee und Kuchen 🍰. Ich war einfach im Flow 😊. 14:30 begann heute für mich der schönste 13 km lange River Track. Nochmals erfuhr ich eine Steigerung, was die Natur so zu bieten hatte. Der Fluss stach mit seinem türkisfarbenen Wasser so farbintensiv in die Augen, wie ich das nur von Seen her kannte. Mehrere Kanutouristen nutzten das tolle Wetter zum Paddeln und ließen sich von der Strömung einfach mitreißen, was man dem freudigen Jubelschreien entnehmen konnte. Selbst Hunde mit ihren Herrchen stellten sich diesen Herausforderungen, ohne ins Wasser zu stürzen. Alles fühlte sich so friedlich und selbstverständlich an. Heute säumten mehrfach große Pinen den Trail und versprühten den berauschenden Duft, welchen ich besonders genoss. Eigentlich war ich länger Zeit nicht mehr Baden ☹️. und der River zog ständig an mir, um mich ins Wasser zu locken. Lange blieb ich standhaft, aber auch einer der älteste und schnellsten Hiker wurde schwach und stürzte sich übermütig in dieses Türkis. Eine Wonne für alle Körperteile 😊👍. Hier am Ufer tummelten sich die Menschen und sogar Wasservögel wollten diesem Trubel begegnen. Das Laufen geriet zur Nebensache da ich so viele Dinge sah und Eindrücke sammeln konnte. Nur noch zwei oder drei Kurven und Wanaka war in Sichtweite. 16:00 Uhr konnte ich wohlverdient ein kühles Bier bestellen. Ein Bett oder Standplatz fürs Zelt bekam ich nicht so wirklich in den Hostel, aber der Zeltplatz nahm mich gerne auf. Wanaka ist ein sehr feines Städtchen gelegen direkt am Lake Wanaka, sauber, toll gepflegt, exklusive Häuser und hat alles was man benötigt. Ich richtete mich auf dem Campground häuslich ein und erkundigte anschließend die Stadt. Diese heutigen 40 Kilometer waren was Besonderes. Nun werde ich hier zwei Tage verweilen und meinen Körper der Wiederherstellung zuführen💪😊. Los geht’s mit einem mexikanischen Restaurant. Gute Nacht 🐻


















