gegen natürliche Gewalten und kampfbereite Mistviehcher sollte ich es in der Nacht aufnehmen. Die Ersteren duldete ich kampflos und ließ den Regen auf mein Zelt und Boden prasseln, das ohrenbetäubende Getöse des Flusses erduldete ich großzügig, aber das Opossum ließ sich nach meinem Gewaltschrei nicht mehr blicken und die tausende von Sandfliegen untersagte ich das Eindringen in meine Schlafkabine 💪. Diesen Kampf führte ich heroischer und erfolgreicher als die Treffen mit den Klapperschlangen und Bären auf dem PCT 😊😊😊. 07:00 Uhr war kaum Motorengeräusche auf dem Highway zu hören, trotzdem begann ich zügig meine nassen Utensilien in die entsprechenden Säcke zu stopfen und stellte mich wie ein verlorener Sohn am Rande des Highways auf. Die nächsten zwei Stunden hieß es nun zu hoffen und die Sandfliegen abzuwehren. Nach 45 Minuten erschien plötzlich eine hübsche junge Hikerin( natürlich eine Französin) um mit mir zum Pass zu hitschen. Damit stieg für mich auch die Chance scheller mitgenommen zu werden 😊🌹, was sich nach 10 Minuten auch bestätigt. Ein Kleinbus hielt und der Fahrer nahm uns ohne große Worte auf. alle Insassen, darunter 6 Kinder waren ziemlich einheitlich gekleidet und lies mich zur Einsicht kommen, dass sie etwas Sektenartiges ausstrahlten. Bis zum Pass kam es zwischen uns zu keiner Konversation. Die Französin stieg aus und ich sollte mich auf den Beifahrersitz setzen. Im Laufe der Fahrt löste sich das geheimnisvolle Rätsel um diese Familie. Sie gehörten einer christlichen Community an, mit eigener Schule, Farm, usw. und er war Pfarrer ( englischen Namen habe ich vergessen, so Plammer oä.) in dieser Community. Deshalb hatten alle eine Art Uniform, blaue Hose mit weißem Hemd an, natürlich aus Schafswolle. Jones , mitte 50, hatte mit seiner Frau insgesamt 11 Kinder 👀. Das nenne ich eine stolze Produktion👍. Die Kleinste 2 und der Älteste 28 Jahre. Die 1 1/2 stündige Fahrt entwickelt sich zu einem interessanten und lockeren Erfahrungsaustausch. Er fragte des öfteren, ob ich an Gott glaube und warum nicht. Die zunehmende Migration von arabischen Menschen lehnte er kategorisch ab, da sie nicht den christlichen Glauben und deren Gemeinschaft akzeptieren. Er fuhr mich sogar bis auf den von ihm ausgewählten Campingplatz. Das nenne ich mal Nächstenliebe. Ich bedankte mich für die aufopferungsvolle und hilfreiche Unterstützung und checkte ein. Ich hätte nicht gedacht, dass ich in einem Ritt so schnell hier in Christchurch mein Zelt aufschlagen könnte, immerhin waren es ca. eine Strecke von 130 km !👍und für mich eine tolle Erfahrung. Ich besuchte ein großes Einkaufszentrum und später ließ ich mich in einem Restaurant nieder.
06.02
Mit dem Bus ging es nach dem Aufstehen zum Frühstücken und Shoppen in das Center. Ich schaute mir die sehr moderne Innenstadt an, welche nur aus modernen Einkaufsstraßen bestand. Vielleicht war das auch die Ursache und das Resultat des 2011 ausgebrochenen Erdbeben. Nur ein Gebäude, die Kathedrale, wurde immer noch rekonstruiert. Andere alte Gebäude waren nicht zu sehen . Auf YouTube könnt ihr euch dazu einige Videos anschauen. Im Gegensatz zu Wellington wirkte Christchurch auf mich kühl und zurückhaltend. Einen Abstecher hier her war für mich lohnenswert und ich finde sogar an der jetzigen Mischung von ein paar Tagen auf dem Trail und City Tour sehr konstruktiv und lohnenswert☀️. Morgen werde ich dann versuchen nach Lake Tecapo zu hitschen, was sich bestimmt auf Grund der langen Strecke als kein leichtes Unterfangen darstellt. Ich lasse es mir mal nun so richtig schmecken und sage gute Nacht 🐻












