03.02 24 Stunden Regen reichen doch

das erste Mal, dass ich in einer Hütte übernachte. Im Zelt fühle ich mich wesentlich wohler und freier. Die Vernunft hat bei mir gesiegt und meine Klamotten sind wieder trocken 👍. Der heftige Dauerregen zwang uns in der Hütte zu bleiben und den Start bis auf weiteres zu verschieben.09:00 Uhr entschied sich der Niederländer loszulegen. Warum sollte ich jetzt noch warten? Zusehend verabschiedet sich der Regen, aber das Gras schüttelte seine Wassertropfen bei jeder Berührung über die Schuhe und Strümpfe. Außerdem stand die Graslandschaft unter Wasser und der Waldweg war glitschiger und aufgeweicht als die Tage zuvor. Nicht selten versank ich bis zu den Knöcheln im Morast, was aber nicht so schlimm war, denn die nächsten Pfützen säuberten anschließend wieder Schuhe und Socken ☹️. Sobald ich im Wald war, hatte ich keine große Gelegenheit die Natur zu bestaunen, musste ich doch die Augen mit eine konzentrierten Starre auf den Boden werfen um nicht von den teilweise schmalen und steilen Pfad abzuschmieren, was mit Sicherheit die Beendigung des Trails nach sich gezogen hätte. Am meisten machte die körperliche Fortbewegung auf der Graslandschaft Spaß, da es kaum größere Höhenunterschiede gab und somit schnell voran kam. Von solch einer natürlich entstandenen Landschaftform bin ich noch nie so überwältigt gewesen. Ein sehr langes Tal, in der Regel links und rechts des Weges zwei tosende breite Flüsse die sich kraftvoll weiter ins Tal stürzten und alles mitrissen was sich in den Weg stellte und alles flankiert von beidseitigen Berggruppen. Da hier keine nennenswerten Tier leben konnte ich mich hauptsächlich auf diese Kulisse fokussieren. Die Flussüberquerungen waren teilweise durch Hängebrücken stressfrei, obwohl ich das immer unangenehm befand oder ich konnte von Stein zu Stein hüpfen. Spektakulär war hingegen eine Hängebrücke, welche nur aus dem Laufseil und zwei Handseilen bestand. Das erzeugte ein heftiges Kribbeln im Bauch👍. Nach 3 Stunden hatte ich die Hot Pools erreicht, wo man sich zur Entspannung in 35 Crad warmes Wasser, welches einfach vom Berg herunter läuft, legen kann. Aber bevor dudich da hineinlegst, haben dich die Millionen von Sandfliegen zerbissen. Also suchte ich schnell zu meiner eigenen Sicherheit das Weite. Zu zeitig kam ich an der Hurunui No 3 Hut an, in der bereits das Feuerchen knisterte, machte eine kleine Lunchpause und zog weiter. Die übernächste Hütte sollte für mich das Tageszeit darstellen. Der einsetzende Regen setzte meinen Vorhaben eine abruptes Ende und nach 37 km trat ich voller Erwartung in die Cameron Hütte ein. Sie war super einfach, aus Blech, von den vier Betten konnte man nur eins benutzen, die anderen 3 hatten keine Liegefläche mehr, der Kamin war nicht funktionsfähig und ich musste die Hütte nur mit einer neugierigen Maus teilen😊. Das verwies auf puren Luxus und morgen früh wieder in die nassen Klamotten zu hüpfen. Mit dem Wenigen war ich so alleine richtig glücklich, hatte ich doch einen tollen Tag erlebt. Nun verabschiedete ich mich ins Traumland und hoffe meiner Family und Freunden geht’s zu Hause gut. Gute Nacht 🐻

besser wird es nicht, also los
ein bisschen Schnee stört mich nicht ☹️
leider zu kalt
ein wunderschönes Tal und ich kann es alleine genießen
noch steckt genug Energie in der schlaffen Körper ☀️
hier kommst du nicht ohne Hängebrücke hinüber
viel zu breit und tief
Infotafel
Hot Pool
spektakuläre Hängebrücke
meine heutige Hütte
nur noch ein bisschen Bettgestell
Wohlfühloase sieht anders aus
einfache Route

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