warum kann man nicht mal versuchen vernünftig zu schlafen ☹️. Selbst das Beknabbere eines kleinen Unholdes am Zelt riss mich aus dem Halbschlaf. Hatte ich doch mein zugeschraubtes Nutellaglas davor stehen gelassen. Komisch, der Dieb verschwand schnurstracks mit dem Deckel davon😊. Dieser blieb verschollen. Heute standen fünf unterschiedliche Gipfel auf dem Programm, die es galt zu erklimmen, dazu kam, dass der Grad der Schwierigkeit nochmals um einiges höher gesetzt war. Mit Andy gemeinsam gingen wir das Vorhaben an. Für die 500 Höhenmeter auf drei Kilometer benötigen wir nur zwei statt der angegebenen vier Stunden. Nach dem verlassen der Baumgrenze, unterstützt durch das heutige fabelhafte Wetter, konnten wir diese einmalig Landschaft weitreichend nur bestaunen. Die nächsten Gipfel waren in der Folge, dass wir nun nicht wieder erst ins Tal laufen mussten, sondern immer auf einen höheren Niveau leichter zu bezwingen. Andy konnte mir überraschend nicht mehr folgen und vor allem, wenn es steil bergab über gefährlichen Schotter ging, riss der Kontakt ab. Gestern hatte ich doch noch Mühe ihm zu folgen!. Es waren heute meine Bedingungen, auf die ich die ersten Wochen vergeblich gehofft hatte. Auf das Mittagessen freute ich mich schon, denn die zur Auswahl stehende Nudelsuppe ( hatte nur eine Sorte 😊) erzeugte bereits ein Geschmackevent im Munde, was dann auch so in der Realität eintraf. Ich schleuderte meinen Rucksack auf den Rücken, verabschiedete mich von den anderen Hikern und war guter Dinge, die nächste, oder sogar die übernächste Hütte zu erreichen. Entgegen meiner Vorstellung, war ich nach dem Mittagessen total von der Rolle und schlich förmlich die letzten Kilometer, obwohl es wirklich steil bergabwärts ging, der Mid Wairoa Hut entgegen. Diese lag romantisch an einem Fluss, der an dieser Stelle so eine Art Pool bildete und alle Hiker regelrecht ins Wasser zog. Mich natürlich auch. Der Dreck und der Schweiß blätterte regelrecht vom Körper und ich stieg wie neugeboren aus dem heiligen Wasser. In Ruhe überprüfte ich meine Ausrüstung und stellte fest, ich brauche dringend neue Schuhe , Stöcke bei einem war die Spitze oben im Gebirge auf dem sehr steinigen Weg abgebrochen und den Adapterstecker hatte ich ja im Picton vergessen. Ohne diesen konnte ich ja kein Gerät mehr laden. Was wäre zu tun?? Neben mir bauten ein deutsches Pärchen ihr Zelt auf und wir kamen schnell ins Gequatschte. Sie kamen aus Aachen und waren schon 1/2 Jahre auf Neuseeland unterwegs und hatten für fünf Tage diesen Trailabschnitt bewandert. Morgen wollte sie wieder zurück nach Nelson, wo sie für einige Tage wohnten. Ich überlegte nicht lange und es stand fest, dass ich den Trail in Richtung Nelson mit den Beiden verlassen werde, da es dort alles zu kaufen gab, was ich unbedingt und schnell benötige. Das Abendessen war sehr intensiv, sehr genüsslich und viel 😊. Es stellte sich bereits gestern heraus, dass ich doch genügend Essen im Rucksack hatte und die Sorge , dass es nicht bis St, Arnud reichen könnte unbegründet war. Nach den heutigen nur 22 km pflegte ich noch meine Füße und freute mich auf die morgige Planänderung . Gute Nacht 🐻







