Es hatte ab ca. 03:00 Uhr geregnet☹️. Sollte ich doch noch liegen bleiben? Nein, die anderen Hiker waren schon am Packen. Also legte ich los. Der Rucksack war nicht nur durch das Essen schwer genug, auch das nasse Zelt brachte ein nicht eingeplantes Gewicht mit. Ich verzichtete auf das Regencape und stiefelte los. Bevor ich zum heutigen Traileinstieg gelangte, waren 14 km Straße angesagt. Nach kurzer Zeit war ich pitschnass, aber hielt meinen zügigen Schritt bei. Nach 6 km hielt sehr überraschend ein Auto mit Wochenendhikern und nahm mich bis zum Einstieg mit. Damit hatte ich nicht gerechnet, trotzdem war ich supi mit dieser Fügung einverstanden. Jetzt galt es die nächsten fünf Tage durchzuziehen und zu testen, ob mein Körper diese Situation verkraftet. Ohne längeres Drumherum ging es von 170 auf 1000 Höhenmeter. Puh, da hing die Lunge sichtlich und spürbar heraus. Eine gewisse Unterstützung kam aber von oben. Die Sonne zeigte sich endlich am Himmel und bot dem Regen Einhalt. Das ständige Hoch und Ab zehrte unwahrscheinlich an den Kräften und die vielen Wurzeln um Steine erschwerten den energieraubenden Marsch, welcher vorwiegend durch dichten Wald führte und so die Sicht auf die endlose Landschaft versperrte. Wenigstens waren die Klamotten nicht mehr so pitschnass, nur noch vom körpereigenen Schweiß durchtränkt. Zumindest war ich bis jetzt mit meiner Fitness zufrieden. Ein geübter Blick auf meine Schuhe verursachte mir dann doch etwas Unbehagen. Die Abnutzung war in den letzten Tagen enorm, die Sohlen nur noch halb so dick und das Gewebe mehrmals eingerissen. Wie lange halten dies Latschen noch?? Nicht nur mit dem Essen musste ich sorgfältig umgehen, auch mit der Energie meiner Powerbank. Damit zumindest die wichtige Trail App weiterhin funktioniert, ließ ich meine Uhr nichts mehr aufzeichnen. 18:00 Uhr erreichte ich nach 34 km die Brownig Hut und hatte mein heutiges Ziel wirklich erreicht. Gute Nacht 🐻








