26.01 so kann es weitergehen

Bevor ich nun schon kontinuierlich meine Startzeit um die 07:00 Uhr festlegte (auf dem PCT war es 06:00 Uhr), hatte ich in der Nacht mehrfach ungebetene Gäste im Zelt ☹️. Zuerst fühlte ich, das mich irgendetwas wiederholt von außen in die Seite stupste, um dann fluchtartig zu verschwinden und dann erblickte ich eine neugierige Gestalt auf meinem Rucksack herumspringen, welcher unterm Überzelt lag. Darauf hin nahm ich die Wurst und den Käse, den ich neben mir liegen hatte auf die andere Seite. Nun hatte ich mehr Ruhe vor diesen nachtaktiven Opossums. Diese beschäftigen sich nunmehr aktiv mit dem Rucksack eines Bikers☹️. Den heutigen Tag verbrachte ich nochmals auf den wunderschönen Queen Charlotte Trail. Zur ersten Pause lief ich auf Lukas ( ein junger Czeche), der mir traurig erzählte, dass sein Zeltgestänge gebrochen war. Ich schaute mir das an und entschied ihm eine meiner zwei Ersatzhülsen ( die schiebt man einfach über die gebrochene Stelle) zu schenken. Er schaute mich ungläubig an und die Erleichterung verbunden mit Dankbarkeit war ihm anzusehen. Die Zeit verging wie im Flug und ich ließ mich von der Natur freiwillig ablenken. 15:00 Uhr war der Trail zu Ende und ein längerer Straßenmarsch lag vor mir☹️. Aber bevor ich mich auf den Weg machte, genoss ich in Ruhe und entspannt bei einen Kaffee inclusive Cola den Blick auf einen See. Mein abgemagerter Körper setzte sich schwerfällig in Richtung Havelock in Bewegung, als sich mein Kopf dazu entschloss, Meggi in ihrem alten Van 🚐 anzuhalten. Ich denke, sie konnte mir nicht widerstehen und hielt abrupt an und zog mich förmlich in ihr Auto😊. Sie wollte zum Flughafen um zur Hochzeit ihrer Cousine zu fliegen. So war ich bereits 16:00 Uhr in Havelock, kaufte entsprechend Essen für die nächsten 4 Tage in den Bergen ein und besuchte ein niedliches Kaffee. Sollte ich jetzt hier bleiben? Die Kaffeebereiterin meinte, dass es kein Problem wäre von hier aus einen Hitsch bis zur Belarus Bridge zu bekommen. Also stellte ich mich 5 min an die Straße und im Handumdrehen fand ich mich auf dem Zeltplatz an der Belarus Bridge wieder. Das Duschen war göttlich. Hier traf ich ein junges deutsches Pärchen, die gerade den Trail beendet hatten, um sich hier mit ihren Eltern zu treffen. Diese machten mir etwas Angst, als ich meinte, ich hätte nur für vier Tage Essen mit. Es wäre nicht möglich diese Strecke auf Grund der Schwierigkeit in vier Tagen zu laufen. Jetzt schaute ich mir das Streckenprofil an und war schockiert. Hatte ich doch die nächsten Etappen unterschätzt! Sie gaben mir noch von sich einige Restbestände und konnte mich nun nach 62 km, inclusive Hitsch in den Schlaf quälen. Gute Nacht 🐻

beeindruckend
Ich natürlich auch
der letzte Kilometer auf dem Queen Charlotte Trail
Havelock histologisches Museum
Belorus Bridge

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