zuerst muss ich zur Kanu Expedition noch etwas darlegen. Diese Herausforderung gehört zum Trail, da dieser für 5 Tage selbst nicht durch die unwegsame dichte Wildnis gelaufen werden kann. Entweder du entscheidest dich für die Kanufahrt, oder du musst diesen Teil weiträumig per Hitsch umfahren. Die meisten Hiker entscheiden sich für das Abenteuer Kanu, sowie ich auch. Es gibt noch mehr solche interessanten Abschnitte auf dem TA. Deshalb ist die Planung und Organisation schwieriger als auf den anderen Trails, welche ich realisierte. Obwohl hier das Profil relativ flach ist und kaum von größeren Bergen begleitet wird, war es für mich kaum möglich meine Kilometervorgaben pro Tag zu erreichen. Gestern Abend machte ich noch mit einem US Hiker Bekanntschaft und beschlossen heute morgen gemeinsam nach Wellington zu laufen. Erstmalig lief ich vorwiegend über sehr schöne Wege und durcheine tollen Landschaft, wie ich mir das wünschte. Nach dem zeitigen Verlassen ( habe nicht bezahlt, da niemand anzutreffen war) ging es sofort 1000 Stufen in die Höhe und verursachte eine außergewöhnliche Aktivität meines alten Herzens☹️. Kenny, 29 jähriger Landschaftsgestalter, konnte mir schwer folgen, aber nur weil er vor ein paar Tagen einen Sturz hinlegte und sich wahrscheinlich den rechten Unterarm angebrochen hatte und so ohne Stöcke das ganze meistern musste. Er ist bereits seit November auf dem Trail und feierte hier auf Neuseeland mit seiner Freundin noch Weihnachten und dann war plötzlich die Beziehung beendet 😊. Er hat es gefasst aufgenommen. 15:00 Uhr erblickten wir von Wellingtoner Hausberg die Hauptstadt von Neuseeland. Ein erhabener Anblick, die moderne Stadt umringt von kleinen Bergzügen und malerisch an der Evans Bay gelegen so zu sehen. Langsam schlenderten wir durchs sehr moderne Zentrum in Richtung Hotel. Hier ein kleiner Blick in die Outdoor Läden, dort einen köstlichen Kaffee und dort ein leckeres Eis. Dann checkte ich für drei Tage ein und lasse es mir nun gut gehen und schmecken😊. Kenny, verabschiedete sich zum Check seines Armes in die Klinik und ich huschte in ein Restaurant zum Fisch essen. Morgen ist hier Feiertag und am Mittwoch geht es dann mit der Fähre auf die schönere Südinsel. Für Roberto und Uwe habe ich zwei riesige Säcke mit meiner neuseeländischen Energy auf die Reise nach Leipzig geschickten. Ich bin mir sicher, dass diese Besonderheit einen Aufschwung für die Beiden verursacht☀️💪. Den Rest der Bande wünsche ich ein sonniges Wochenende. Unterm Strich fühlte ich mich auf den heutigen 30 km kraftvoller und flüssiger unterwegs👍. Euer Udo Bär 🐻
















