Der CDT gewinnt nicht durch Mut,
sondern durch Geduld.
tagelang musste ich auf Regen warten, um endlich mal meine neuen ultraleichten Klamotten und Rucksack bei solchen Bedingungen auf Funktionalität zu testen. Was mich aber dann wirklich auf dem Trail, in unwegsamen Gelände und in den Höhen von mehr als 3500 Metern erwartet, sind extremere Wetterkapriolen, welche keinen Spaß versprechen und Fehler nicht verzeihen. 🌧️ Nur noch 39 Tage und die gehen wie üblich ( gefühlt) zu schnell vorbei. Gut, dass sich mein mentaler und körperlicher Zustand rechtzeitig stabilisiert und ich meine Trainingsumfänge kontinuierlich hochfahren kann. Hätte ich vorher nicht gedacht, dass ein paar Spritzen ins Knie von Volker und die manuelle Therapie durch Steffen mich glauben lassen dieses Abenteuer doch fast unbeschwert angehen zu können. Unter medizinischen Betrachtung würde ich mittlerweile für die „paar Kilometer „😊 keine Wandergenehmigung erhalten und Unfallversicherungen lehnen mich bereits schadensbedingt als unerwünschtes Risiko ab 💪.

Schaut euch mal mein neues Zelt an, ist das nicht sensationell ⛺️

wiegt nur 605 g ! und ist wasserdicht und der neue Rucksack bringt auch nur 800 g auf die Waage. Nur durch die zwei Gegenstände reduziert sich das Gesamtgewicht um 1,5 Kilo ! Jetzt gibt es nur noch wenige Stellschrauben, um mit einem Wohlfühlgewicht über den CDT Trail zu huschen. Nun fehlt noch die Genehmigung der US Army, dass ich das militärisch gesicherte Gelände bis zur Memorial Steele direkt an der mexikanischen Grenze betreten darf ( ist überfällig). Jason, mein amerikanischer Wanderkollege vom Appalachian Trail hat sich heute gemeldet. Er hat nun auch am CDT Gefallen gefunden und würde eventuell wieder mit mir eine Zeit zusammen laufen.

Er weiß aber noch nicht so richtig, auf was er sich da einlässt. Ich hätte nichts dagegen😊🐻. Mutig wie ich bin, nutzte ich am Sonnabend ( 01.03) das herrliche Wanderwetter zum ersten Long-Trail seit 9 Monaten. Ich beschloss kurzer Hand mal 32 Kilometer mit 12 kg im Rucksack im Schnellschritt zu testen um festzustellen ob mein alter und schlaffer Körper bereits den kommenden Strapazen überhaupt gewachsen sein würde. Nach knapp 5 Stunden trudelte ich nicht gerade frisch wieder ein. Knie, Fuß und die Oberschenkel nahmen mir diese überstürzte Idee etwas übel 🤢.

Aufmunterung kam hingegen von der aktuellen ( Stand Anfang März ) Schneesituation. Im vielen Gebieten von New Mexiko und vor allem Colorado ist Schneemangel, teilweise 60 % unter dem Durchschnitt zu verzeichnen. Das wäre ja fantastisch und beruhigend für mich. Und bis ich in Montana auftauche ( Ende Juli), ist dort der viele Schnee bestimmt auf ein Minimum geschmolzen. Damit wäre ein nicht zu unterschätzendes Risiko weniger zu berücksichtigen.

Vielleicht erlaubt mir die schroffe Natur des San Juan Gebirges doch den offiziellen Weg, welcher unbeschreiblich abenteuerlich,wild romantisch,einzigartig seien sollte zu geh und zu genießen. Die Bewältigung erfordert mit Sicherheit Bärenkräfte, Bienenausdauer und eine intrinsische Motivation (wenn der Antrieb aus dir selbst kommt (Neugier, Sinnhaftigkeit, Leidenschaft) und nicht von außen. Dies ermöglicht Höchstleistungen, weil die Aufgabe an sich Freude bereitet oder als tief sinnvoll empfunden wird). Deshalb erhöhte ich umgehend (06.03) meine Trainingsbelastung und integrierte Treppensteigen mit kompletter Ausrüstung ( 12 kg) und anschließender 10 km Wanderung😊💪☀️

und das hat sogar noch Spaß gemacht.

Wer nächste Woche Lust darauf hat, sollte sich am Mittwoch gegen 12:00 am Wackelturm einfinden 🐻💪. Jetzt wünsche ich meinen lieben Freunden und Traillower noch einen wunderschönen Sonnabend. Auch möchte ich mich bereits herzlichst für eurer rege Spendenbereitschaft bedanken.
Anbei der Link zu meiner Spendenwanderung.
https://www.ncl-stiftung.de/helfen/engagement/spendenaktion/?cfd=le2nu
Gute Nacht euer Truewood, liebevoll Udo 🐻 genannt
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